Regionalliga Bayern

TSV Buchbach: Der Kultverein aus dem "Kuhdorf"

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Bereit für die neue Saison: Die Buchbacher (v. l.) Patrick Walleth, Christian Brucia, Patrick Drofa und Simon Motz in der SMR-Arena.

TSV Buchbach - Saison Nummer fünf in Liga vier, und der TSV Buchbach mischt immer noch mit. Für die Rot- Weißen gibt es auch in dieser Spielzeit der Fußball- Regionalliga Bayern nur ein Ziel: Inmitten der vielen Vereine, die professionell arbeiten, die Klasse zu erhalten.

Nach Rang sechs, fünf und vier kamen die Buchbacher vergangene Saison auf Platz acht ins Ziel. Das ist eine Ansage auch für andere Clubs, die sich gerne in diesem Umfeld sehen würden. Während die Buchbacher ihren „Mia san Kult“-Faktor pflegen, stöhnen andere: „Jetzt spielt das Kuhdorf immer noch in der Regionalliga.“

„Regionalliga ist für uns die Champions League, und jede Saison, in der wir dabei sein können, ist für uns ein Highlight. Dafür haben wir bisher alles gemacht und werden es auch in Zukunft tun“, erklärt Günther Grübl, der dieser Tage sein 25-jähriges Jubiläum als Abteilungsleiter feiert. „Problematisch wird es für uns, wenn Vereine wie Schweinfurt, die fast immer hinter uns waren, ihren Kader so hochrüsten, dass wir da nicht mehr mithalten können. Um drin zu bleiben, muss es jedes Jahr schon noch ein paar Teams geben, die mit uns auf Augenhöhe sind“, sagt Trainer Anton Bobenstetter, der in seine 17. Saison geht: „Unser Vorteil ist, dass wir eine eingespielte Mannschaft haben. Das ist am Anfang einer Saison ein echter Trumpf.“

Kein Verein der Regionalliga hat weniger Neuzugänge als Buchbach, und zudem geht der TSV mit dem kleinsten Kader der Liga in die Saison. „Dafür haben wir aber lauter gute Spieler“, erklärt Bobenstetter, der auch gerne noch eine „Granate“ mehr im Team gehabt hätte: „Aber es gibt in jedem Verein Rahmenbedingungen, mit denen man arbeiten muss.“ Und dass er das mit seinem Team kann, hat der Trainerfuchs hinlänglich bewiesen. „Es ist eine Stärke unseres Coaches, dass er immer wieder Talente auf das Niveau der Liga bringt“, lobt Grübl.

Neben dem eingespielten Kader, in dem nur Gordon Büch (FC Ingolstadt U 21), Martin Mayer (FC Deisenhofen) und Florian Shalaj (FC Ingolstadt U 19) neu sind, kann Bobenstetter auch auf sein bewährtes Funktionsteam bauen: Die Co-Trainer Walter Werner und Sepp Harlander sowie Torwarttrainer Roland Schreiner und Teammanager Sepp Kupper nehmen ihm Aufgaben ab, die er früher selbst erledigen musste: „Da hat sich viel verändert, aber auf diesem Level geht es ja gar nicht anders. Das könnte selbst ein hauptamtlicher Trainer alleine gar nicht leisten.“ Auch die Spielanalyse und die taktische Vorbereitung auf die nächste Partie wurde n in den vergangenen Jahren nahezu perfektioniert. „Nach einem Auswärtsspiel analysieren wir schon bei der Heimfahrt im Bus das Video des Gegners vom gleichen Spieltag. Das wäre früher undenkbar gewesen“, so Bobenstetter, der allerdings noch einige Wochen auf seine beiden Kapitäne Maxi Hain (Leisten-Operation) und Markus Grübl (Fraktur des Schienbeinköpfchens) verzichten muss.

Bislang haben sich die Buchbacher die Wettbewerbsfähigkeit mit ihren Tugenden wie Zusammenhalt, Kampfkraft, Willensstärke, Kontinuität und Moral bewahrt. Wie lange das reicht, ist schwer zu sagen, Profibedingungen wird es in Buchbach aber mit Grübl nicht geben. “

Text: Michael Buchholz

Quelle: fussball-vorort.de

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