FCP erledigt Pflichtaufgabe beim Schlusslicht

Chancentod Emre Arik erlöst den FC Pipinsried

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Vergab viele Torchancen, erzielte dann aber doch den zweiten Pipinsrieder Treffer in Ruhmannsfelden: Emre Arik.

FC Pipinsried – Pflichtaufgabe erfüllt. Der FC Pipinsried hat seine Chance auf den direkten Klassenerhalt in der Fußball-Bayernliga gewahrt, der Tabellenvierzehnte der Gruppe Süd gewann das Auswärtsspiel beim Schlusslicht SpVgg Ruhmannsfelden mit 2:0.

Damit weist der FCP zwei Spieltage vor Schluss zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer auf. Konkurrent Kottern hat das Heimspiel gegen den TSV Schwabmünchen mit 3:0 gewonnen, und so schieben sich die Mannschaften im Tabellenkeller der Bayernliga Süd immer enger zusammen. So trennen den Tabellenzehnten TSV 1865 Dachau und den Tabellensechzehnten TSV Schwabmünchen lediglich drei Punkte. Pipinsried hat den direkten Klassenerhalt nach wie vor selbst in der Hand. In der kommenden Woche erwartet der FCP die SpVgg Hankofen-Hailing (8.), ehe es am letzten Spieltag nach Kirchanschöring (7.) geht.

An einem sonnigen Samstag spannte die Mannschaft von Bernd Weiß den eigenen Anhang lange auf die Folter, das erlösende zweite Tor fiel erst kurz vor Schluss. Vom Anpfiff weg dominierten die Gäste aus Pipinsried das Geschehen auf dem Platz, sie erarbeiteten sich eine Torchance nach der anderen. Bereits in der dritten Minute gab es den ersten Aufreger: FCP-Sturmtank Serge Yohoua, der nach anhaltenden Knieproblemen wieder eingesetzt werden konnte, zog an seinem Gegenspieler Michael Scheßl vorbei und wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Schiedsrichter Andreas Dinger entschied auf Strafstoß für Pipinsried – und er stellte den Ruhmannsfelder Sünder vom Platz. Serge Yohoua führte den Elfmeter selbst aus, er verwandelte ins rechte Eck. SpVgg-Keeper Manuel Kopp hat sich für die richtige seite entschieden, doch er kam nicht mehr an den streng geschossenen Ball.

Auch in der Folgezeit hatte der FCP immer wieder gute Chancen. Emre Arik traf gleich zweimal die falsche Entscheidung. Sowohl in der zwölften als auch in der 26. Minute hätte der Mittelfeldspieler den Abschluss suchen müssen. Beide Male wollte er Serge Yohoua anspielen, doch die Pässe kamen in beiden Fällen zu ungenau.

Auch in der 15. Minute hatte der Pipinsrieder Anhang den Torschrei schon auf den Lippen, doch der Schuss von Thomas Berger nach einer Ablage von Serge Yohoua zischte am linken Pfosten vorbei. Da auch Martin Finkenzeller (38.) und Vincenzo Potenza (41./43.) den Ball nicht im Tor versenken konnten, ging es mit einem knappen Vorsprung in die Pause.

„Eigentlich zu wenig, da ist schon mehr drin gewesen“, kommentierte FCP-Sprecher Roland Küspert auf dem Weg in die Kabine. Ruhmannsfelden tauchte in Abschnitt eins nicht einmal gefährlich vor dem FCP-Kasten auf. Ein Freistoß in der 24. Minute strich deutlich über das FCP-Tor, ansonsten war von der SpVgg nicht viel zu sehen.

Auch im zweiten Abschnitt war der der FCP das bessere Team, er kam durch Emre Arik zu zwei weiteren Großchancen. Sein Schuss kurz nach Wiederanpfiff nach gutem Zuspiel von Manuel Eisgruber knallte ins Außennetz. Und in der 57. Minute zielte Arik aus guter Position über das Tor. Der aus sechs Metern abgefeuerte Ball flog gefühlte 15 Meter übers Tor.

Und in der 80. Minute hätte sich der fahrlässige Umgang der Pipinsrieder mit den Torchancen fast gerächt. Der eingewechselte Tobias Bielmeier kam aus 20 Metern zum Schuss, doch FCP-Schlussmann Kevin Maschke war auf dem Posten und parierte.

Ausgerechnet Emre Arik, der zuvor schon so viele Topchancen vergeben hatte, sorgte dann für die Erlösung im Pipinsrieder Fanlager, er traf nach einer Eisgruber-Flanke aus kurzer Distanz zum 2:0.

FCP-Sprecher Roland Küspert war nach dem Spiel mit den Nerven am Ende: „Diese Partie hat uns heute einige graue Haare beschert. Wir hätten das Spiel viel früher entscheiden müssen, was auch verdient gewesen wäre. Aber dieser Sieg reicht noch nicht. Wir haben noch zwei ganz schwere Spiele vor der Brust, in denen wir unbedingt noch punkten müssen.“

Matthias Kovacs

Quelle: fussball-vorort.de

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