Landesliga Südost

Co-Trainer als Kommandogeber in der Defensive

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Elf Gegentore kassierte der TSV Eching bislang. Trainer Willi Kalichman nimmt aber seine Innenverteidiger wie Daniel Hahner (l.), hier im Laufduell mit Deniz Sari (VfB Hallbergmoos), in Schutz.

Die Schießbude der Liga muss irgendwie die Schotten dicht bekommen. Im Heimspiel gegen den FC Deisenhofen braucht der TSV Eching am Samstag (15 Uhr) einen Quantensprung im Defensivverhalten, um nach zwei Punkten aus vier Spielen den ersten Dreier zu landen.

Eching – „Wir dürfen das Thema nicht Woche für Woche dramatisieren“, sagt Echings Trainer Willi Kalichman zu den elf Gegentoren in vier Spielen. Seine bislang aufgebotene Innenverteidigung habe nicht alles falsch gemacht: „Poschenrieder und Hahner sind keine Dummen. Die beiden können auch gut Fußball spielen.“ Daniel Hahner beispielsweise laufe im Duell Eins gegen Eins sehr stark weite Bälle ab.

Hauptproblem war zuletzt eher die ruhige Art der beiden und ein fehlender Kommandogeber. Als dieser sollte nun der ehemalige Freisinger Christian Trasberger in das Team rücken, aber der Plan ist nun auch schon zerplatzt wie eine Seifenblase. In einem Testspiel beim SV Niederroth zog sich der Abwehrmann einen Bänderriss zu und ist damit für einige Wochen außer Gefecht gesetzt. Mit Trasberger fehlen nun bereits neun Spieler wegen Urlaub, Beruf, Verletzung oder Krankheit.

In der Abwehr kommt nun, auch mangels Alternativen, eine Überlegung zum Tragen, mit der Kalichman schon länger spielt. Er beordert dorthin seinen Co-Trainer Florian Bittner (zentrales Mittelfeld). Auch wenn damit die Offensivstärke Bittners wegfalle, habe man hinten wenigstens einen Kommandogeber. Beim 2:1-Testspielsieg hat sich der bislang zweimal eingewechselte Florian Höltl für mehr empfohlen. Er bereitete ein Tor vor und machte das andere selbst. Gegenüber Höltl wäre auf der bisherigen Bittner-Position Marco Doms die defensivere Option. Vorne baut der Trainer auf den zuletzt geschonten Hassan Aden. Beim Rest-Trio Marc Gundel, Pascal Preller und Diop Yakhya lautet die Startelfformel zwei von drei.

Auf dem Papier ist Eching gegen den Vorjahreszweiten FC Deisenhofen ein Kellerduell, weil beide erst zwei Punkte auf dem Konto haben und noch auf den ersten Sieg warten. Kalichman warnt aber: „Das ist eine spielstarke Mannschaft, die an einem guten Tag jeden zerlegen kann.“ Allerdings braucht Deisenhofen, ähnlich wie die Echinger, nach einigen Veränderungen im Kader noch Zeit, um sich zu finden.

Der TSV-Trainer ist überzeugt, dass seine Mannschaft auch diesmal ihre Chancen bekommen wird. Eching hat jedes Spiel bislang mindestens ein Tor geschossen. Der FCD ist statistisch gesehen mit sechs Gegentoren auch nicht optimal gestartet. Kalichman verspricht mindestens Gegentreffer Nummer sieben: „Wir brennen auf das Spiel, werden uns nicht verstecken und auch diesmal wieder ein Tor machen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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