Copado: „Mit Haching habe ich nichts mehr zu tun“

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Servus Unterhaching: Francisco Copado, einst Kapitän und Trainer bei der SpVgg, stellt sich einer neuen Herausforderung als Chefcoach des nordhessischen Regionalligisten SC Teutonia Watzenborn.

Den langjährigen Hachinger Spieler, Sportlichen Leiter und Trainer Francisco Copado hat es mal wieder weg von seiner SpVgg Unterhaching verschlagen.

Francisco Copado hat die SpVgg vorerst verlassen. Ins über 450 Kilometer entfernte Pohlheim in Nordhessen. Genauer gesagt in den dortigen Ortsteil Watzenborn- Steinberg, wo er seit vergangener Woche den Regionalligisten SC Teutonia Watzenborn trainiert (wir berichteten). Vor rund elf Jahren hat der 42-Jährige Unterhaching schon einmal verlassen. Damals wechselte der Angreifer von der SpVgg, wo er zum Bundesliga-Spieler heranreifte, zu Eintracht Frankfurt.

Erst knapp vier Jahr später kehrte er Anfang 2009 von seiner nächsten Station bei der TSG Hoffenheim wieder nach Unterhaching zurück. Dort war Copado fortan bis zum Karriereende Spieler (bis März 2009), danach Sportlicher Leiter (03/2010 bis 04/2011), Jugendtrainer (07/2012 bis 10/2014) und Co-Trainer beim damaligen Hachinger Drittliga-Team unter dem damaligen Trainer Christian Ziege (03/2014 bis 03/2015), bevor er Haching verließ. Nach kurzen Gastspielen als spielender Co- Trainer beim Bezirksligisten TSV Moosach/Grafing (08/2015 bis 06/2016) und als Trainer des Bayernligisten FC Gundelfingen (06/2016 bis 09/2016) hat es Copado nun in den hessischen Landkreis Gießen verschlagen.

Das drei- bis viermalige Pendeln in der Woche zwischen München und dem 120 Kilometer entfernten Gundelfingen in Schwaben hat nach wenigen Wochen bereits ein jähes Ende gefunden. Copado, der in Gundelfingen „ganz kurzfristig“ eine Option gezogen hatte, um eine Liga höher zu wechseln, wird vorerst fest in den Ort nahe seines neuen Vereines ziehen. Er ist der neue Trainer des Südwest-Regionalligisten, bei dem Copado seinen nächsten Karrieresprung machen möchte. „Das Angebot, in der Regionalliga zu trainieren ist schon eine Herausforderung. Ich möchte versuchen, meine Möglichkeiten zu nutzen“, sagt der für Haching in 131 Pflichtspielen 64 mal erfolgreich Torschütze. Copado wurde vom aktuellen Watzenburger Spieler Abdenour Amachaibou empfohlen, der zwischen 2010 und 2012 bei der SpVgg kickte. Bei seinem neuen Verein fühlt sich Copado wohl. „Wir haben super Bedingungen hier. Ich kann mich hier entfalten und versuchen, etwas aufzubauen.“

In seiner bayerischen Heimat sah Copado aktuell keine gute Gelegenheit, die nächste Karrierestufe zu nehmen. Weder bei der SpVgg noch bei einem anderen ambitionierten Verein in München und Umgebung. „Mit der Geschichte in Haching habe ich jetzt nichts mehr zu tun. Da sind andere gute Leute dran. Auch andere Vereinen in München sind personell gut besetzt“, begründet Copado seinen Schritt weg von München, dessen Umfeld er privat sehr schätzt. Der ehemalige Stürmer zieht Parallelen zu seiner Spielerkarriere, wo er aus Haching den Schritt weg aus Bayern in die Bundesliga wagte. Als Jugendtrainer, dann Trainer für die Hachinger U17 und im Anschluss als Co-Trainer bei den Drittliga- Profis stehe nun die nächste Etappe des A-Lizenz-Inhabers an.

„Dieser Schritt ist wichtig für die eigene Entwicklung. Zuerst macht man Lehre und dann muss man aufsteigen. Man muss sich von unten nach oben arbeiten“, sagt Copado. Sein erstes Spiel mit Watzenborn gegen Astoria Walldorf ging mit 0:1 verloren. Seine zweite Partie als Cheftrainer gewann Copado gegen den 1. FC Saarbrücken 2:1. Aktuell ist seine Mannschaft Tabellenzwölfter. München wird Copado auch trotz seiner neuen Aufgabe als Trainer des Regionalliga- Aufsteigers immer noch nicht ganz loslassen. Sein Sohn Lucas, einst in der Jugend der SpVgg unter seinem Papa als Trainer groß geworden, spielt mittlerweile in der U13 des FC Bayern . „Ich werde versuchen, jedes freie Wochenende nach München zu kommen, auch wenn das Hauptaugenmerk jetzt bei meinem neuen Verein liegt. Die Karriere meines Sohnes werde ich natürlich weiterhin verfolgen und begleiten.“

Text: Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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