Viele Auflagen - zu wenig Zeit

Darum kann Unterföhring nicht aufsteigen

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In der Regionalliga verboten: Die Zuschauer stehen auf dem Platz in Unterföhring (Coach Andreas Pummer) direkt am Spielfeld hinter den Trainerbänken.

FC Unterföhring - Der Traum von der Regionalliga ist für dieses Jahr ausgeträumt beim FC Unterföhring. Sportlich fehlen dem Bayernligisten zwar nur zwei Punkte zur Aufstiegsrelegation, aber diese Woche kam der Korb des Bayerischen Fußball-Verbandes.

Das Stadion an der Bergstraße ist nicht kurzfristig für die Vierte Liga ausbaubar. Vergangene Woche weilte eine Abordnung des bayerischen Fußball-Verbandes in Unterföhring, um den Platz auf die Tauglichkeit für die Regionalliga zu überprüfen. Dabei war das geforderte Fassungsvermögen des Stadions für 2500 Zuschauer der größte von vielen Knackpunkten. Dazu kam, dass etwa auf der Gegengerade bei den Trainerbänken der Abstand der Zuschauer zum Spielfeld zu gering ist. Hier gäbe es die Vorgabe, dass da keine Zuschauer sich aufhalten dürften.

Die 2500 Zuschauerplätze wären lösbar über eine mobile Tribüne zwischen dem Sportheim und dem Spielfeld. Somit würde für den Verein aber auch ein Kleinspielfeld wegfallen. Des Weiteren hat der Verein auch Toiletten für 2500 Zuschauer zu stellen und diese dürften nicht wie derzeit die gleichen WC-Anlagen wie die der Spieler sein. Eine weitere vom Landratsamt zu genehmigende Baumaßnahme wäre ein 2,20 Meter hoher Zaun rund um die gesamte Sportanlage.

Alles das lässt sich auf die Schnelle nicht nachbessern. „ich war da etwas unwissend“, sagt der Unterföhringer Präsident Franz Faber, der sich erst nach der Pullacher Absage beim Verband gemeldet hat. Dort wurde ihm deutlich gemacht, dass andere Interessanten für die Regionalliga schon drei und mehr Monate zuvor in die Diskussionen über die Regionalliga-Tauglichkeit des Stadions einsteigen. Faber macht deutlich, dass der FCU bei dem entsprechenden sportlichen Erfolg der Verein in der nächsten Spielzeit frühzeitig einen neuen Anlauf starten möchte.

„Ich habe versucht, der Mannschaft das zu erklären“, sagte Faber. Nach dem schweren Gespräch blieben ihm viele enttäuschte Gesichter in Erinnerung. Angesichts eines nicht allzu schweren Restprogrammes hatte sich der FC Unterföhring große Hoffnungen auf die Regionalliga gemacht. Der Fußball in der höchsten deutschen Amateurliga wird spätestens mit der Errichtung des neuen Sportparks machbar sein. Der FCU und die Gemeinde sind aber gewillt, auch für die nächsten Jahre auf dem Gelände an der Bergstraße eine Übergangslösung zu schaffen, um sportlichen Erfolg nicht durch die lokalen Gegebenheiten ausbremsen zu müssen.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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