Löwe wechselt in die Regionalliga

Dominik Stahl wird Hachinger

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Dominik Stahl wird künftig im Alpenbauer Sportpark jubeln.

SpVgg Unterhaching - Die Gespräche haben sich vier Wochen hingezogen – und sie waren jede Minute wert. Gestern Abend hat sich die SpVgg Unterhaching mit Dominik Stahl auf einen Dreijahresvertrag plus Option geeinigt.

 Ein echter Coup. „Anscheinend sind wir doch nicht so uninteressant“, sagt Manfred Schwabl, Präsident des Regionalligisten, schmunzelnd.

Stahl hatte auch Angebote aus der Zweiten Liga, doch der 27-Jährige, der vor sechs Wochen Vater wurde und in der Region nach zwölf Jahren beim TSV 1860 tief verwurzelt ist, wollte nicht wegziehen. Als er von den Löwen per Mailbox mitgeteilt bekommen hatte, dass er keinen Vertrag mehr erhält, wurde Haching eine Option. Trainer Claus Schromm kennt den Defensivallrounder, der am liebsten auf der „6“ agiert, noch aus gemeinsamen Zeiten bei 1860, und bei Schwabl dauerte es auch nicht lange, ehe er überzeugt war: „Sportlich wie charakterlich passt er einfach top zu uns, sonst würden wir das nicht machen.“

Mit dem Namen Stahl setze man ein Ausrufezeichen – so ein Mann in der Regionalliga, das hätte was, sagt der Boss der SpVgg: „Dominik hat bei 1860 viel erlebt, viele Höhen und Tiefen, er stand immer seinen Mann, war immer da, wenn es gebrannt hat – er ist ein absoluter Charakterspieler.“ Gemeinsam mit den bereits vorhandenen Führungsspielern Kapitän Josef Welzmüller, Ulrich Taffertshofer und Sascha Bigalke soll der Ex-Löwe Führungsaufgaben übernehmen. Im Trainingslager hatte man elf junge Talente dabei, man möchte weiter den Nachwuchs fördern, und da verspricht man sich viel vom Neuzugang. „Er kann Professionalität weitervermitteln“, sagt Schwabl.

Stahl gilt in der Branche als kluger Kopf, der sich immer viele Gedanken über den Tellerrand hinaus macht. Die Zusammenarbeit mit Haching soll auch nicht mit dem Ende der aktiven Karriere auslaufen. Angedacht ist, dass er später hinter den Kulissen eine Rolle einnimmt. „Er will etwas bewirken, mit uns gemeinsam hier etwas aufbauen“, so Schwabl.Sportlich möchte man mit Stahl „den nächsten Schritt gehen“, sagt der SpVgg-Präsident. Für die Löwen lief er 123 Mal auf, erzielte zehn Tore.      

Text: Andreas Werner

Quelle: fussball-vorort.de

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