Bayernliga Süd

So will Hürzeler den FC Ismaning knacken

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Vorbildliches Zweikampfverhalten wollen die Pipinsrieder (im Bild Kapitän Thomas Berger) am Samstag in Ismaning an den Ttag legen.

Der FC Pipinsried muss am Samstag beim ebenfalls seit acht Spieltagen ungeschlagenen FC Ismaning ran.

Im Sport sprechen die Fachleute gerne vom Momentum, eine Leihgabe aus dem amerikanisch Sport-Jargon. Mangels passender Übersetzung hat man den Begriff einfach übernommen. Im Match Ismaning gegen Pipinsried ist dieses Momentum bei beiden Teams zu finden, ob es am Samstag in die eine oder andere Richtung umschlägt, ist noch offen.

Aufgrund der vielen Parallelen wäre ein Remis sicher keine große Überraschung. Warum? Da sind zum einen die erstaunlichen Erfolgsserien, die beide Teams aus dem Tabellenkeller in die obere Hälfte gespült haben. Der FC Ismaning hat sich als Aufsteiger, nicht sonderlich überraschend, schnell in der Liga etabliert, er gehört sicherlich zu den spielstärksten Teams der Liga; acht Spiele ohne Niederlage in Folge sind ein deutlicher Fingerzeig.

Der FC Pipinsried hat nach dem mannschaftlichen Totalumbau toll in die Spur gefunden, auch die Mannschaft aus dem Ilmtal ist seit acht Spielen ungeschlagen. Und weiter geht’s mit den Parallelen: „Beide Teams haben Bock, Fußball zu spielen“, so formuliert es FCP-Manager Roman Plesche. Ismanings Trainer Xhevat Muriqi hat allerdings im Vorfeld verlauten lassen, dass nicht nur der spielerische Fakt ausschlaggebend sein wird: „Wir treffen auf eine der spielerisch stärksten Mannschaften der Liga. Da müssen wir läuferisch und vom Zweikampfverhalten her an unsere Grenzen gehen.“

Auch der Pipinsrieder Coach Fabian Hürzeler ist davon überzeugt, dass es nur mit spielerischen Mitteln nicht klappen wird. „Wir müssen schauen, dass wir als Mannschaft zusammen arbeiten und als Einheit auftreten“, erklärt er. Und Plesche ergänzt: „Fußballspielen alleine reicht nicht, wir müssen gut stehen und kämpferisch auf der Höhe sein.“

Die Hürzeler-Elf muss weiter auf ihren am Knie verletzten Stürmerstar Serge Yohoua verzichten. Offensivkollege Almir Hasanovic hat das Training wieder aufgenommen, mit einem Einsatz ist allerdings noch nicht zu rechnen. Junis Ibrahim hat sich unter der Woche eine Lebensmittelvergiftung eingefangen, sein Einsatz erscheint eher unwahrscheinlich. Da Gianluca Simari jüngst den roten Karton im Spiel gegen Schwabmünchen gesehen hat, wird er gegen Ismaning fehlen. Wie lange er gesperrt wird, entscheidet sich am kommenden Dienstag, dann kommt es zur Sportgerichtsverhandlung in der Causa Simari.

Dass die Pipinsrieder mit jeder Menge Selbstvertrauen in die Partie gehen, liegt nicht nur am Nimbus der Unbesiegbarkeit sondern auch an den Worten der FC-Bayern-Legende Mehmet Scholl, der am vergangenen Sonntag trotz strömenden Regens nach Pipinsried gekommen war, um seinem ehemaligen Schützling Fabian Hürzeler noch ein paar Tipps mitzugeben. „Mehmet war nach der Partie in der Kabine und hat uns zu unserer Leistung gratuliert“, berichtet Plesche. „Er hat ein paar Worte an die Mannschaft gerichtet, fast 70 Minuten in Unterzahl zu spielen und trotzdem verdient zu gewinnen, das sei ein Zeichen dafür, dass es in der Mannschaft einen guten Zusammenhalt gibt.“

Gut gefallen hat es Scholl trotz des Sauwetters in Pipinsried, er schloss einen erneuten Besuch nicht aus. Das von Coach Hürzeler praktizierte Rotationsprinzip greift voll. „Die Trainingsleistungen aller sind derzeit so gut, dass wir problemlos rotieren können“, freut sich auch Roman Plesche.

Text: Bruno Haelke

Quelle: fussball-vorort.de

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