Kleiner Kader, kein Keeper und eine Kündigung

Eching fährt mit großen Personalproblemen nach Vilsbiburg

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Sorgte mit seinem Weggang während der Woche beim TSV Eching für ein mittleres Erdbeben: Marc Gundel

TSV Eching – Jetzt wird es richtig bitter für den TSV Eching. Die nächste Urlaubswelle läuft und zusammen mit einigen Verletzten und dem Sensationsabgang von Marc Gundel stellt sich die Mannschaft des Landesligisten quasi von selbst auf.

Die Aussichten für das Gastspiel beim Aufsteiger TSV Vilsbiburg (Samstag, 17 Uhr) sind mehr als bescheiden.

Zwei Punkte nach den ersten fünf Spielen sind für Eching jetzt keine große Überraschung, weil die Kontrahenten der Sensationsspitzenreiter TSV Kastl und vier Aufstiegsaspiranten waren. „Jetzt kommen die Gegner auf unserer Augenhöhe“, sagt Trainer Willi Kalichman. Und damit meint er auch den TSV Vilsbiburg, der wie Eching bislang drei von fünf Spielen verloren hat.

Beim Rest gab es aber zwei Siege für den Neuling, der mit sechs Punkten erst einmal die Tabellenmitte bildet. Mit zehn Gegentoren hat Vilsbiburg die zweitschlechteste Abwehr hinter Eching (13), was beste Voraussetzungen für ein torreiches Fußballspiel bietet.

Allerdings verdirbt die allgemeine Urlaubsstimmung beim TSV die Laune. Mit Hassan Aden und Philipp Schuler verabschiedeten sich die Stammkräfte der rechten Außenbahn, offensiv wie defensiv. Marco Doms war in der Mittelfeldzentrale so etwas wie der erste Einwechselspieler. In der Summe ergibt das eine Situation, dass quasi jeder spielen darf, der pünktlich und gesund zum Treffpunkt erscheint.

Nach dem aktuellen Stand sind acht (!) Spieler aus dem Kader der Ersten Mannschaft sicher, nachdem Marc Gundel unter der Woche für ein mittleres Erdbeben sorgte mit seiner Kündigung. Der Mittelstürmer, der bislang keine Landesliga-Minute verpasste, hat als Vertragsamateur beim FC Neufahrn unterschrieben und wechselt mit sofortiger Wirkung zu seinem Ex-Verein in die Kreisliga.

Trainer Willi Kalichman fühlt sich vollkommen vor den Kopf gestoßen: „Man muss die Entscheidung von Marc Gundel respektieren, aber die Sache kommt von heute auf morgen ohne jede Vorwarnung. Das ist schon sehr bitter.“ Als Not-Mittelstürmer läuft in Vilsbiburg Nico Häcker von der Zweiten Mannschaft auf.

Und es kommt noch viel schlimmer: Torwart Nummer eins, Alessandro Kestler, ist verletzt. Sein Vertreter Mustafa Heß ist angeschlagen und die Nummer drei, Olcay Topuz, im Urlaub. Wenn es bei Heß nicht geht, dann kommt Willi Kalichman im zarten Alter von 46 Jahren zu seinem ersten Landesligaspiel von Beginn weg. In der Saison 2014/15 wurde er einmal für zwölf Minuten eingewechselt.

Aufstellung: Kalichman (Heß) – Erkek, Poschenrieder, Hahner, Strehlow – Del Valle Ledesma, Juric, Höltl – Diop, Preller, Häcker.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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