Totalausfall der Zebras

Eching kommt böse unter die Räder

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Halt, nicht weiter, Schranke geschlossen! So könnte man diesen Rettungsversuch von Echings Jan Strehlow gegen den Dachauer Michael Kornprobst werten. Der Bremsversuch zeigte keine Wirkung: Kurze Zeit später machte Kornprobst das 2:0 für die Gäste.

TSV Eching - Auf zwei gute Spiele folgte das Debakel. Der TSV Eching ging gegen den ASV Dachau gnadenlos mit 1:6 (0:5) unter.

Das 1:11 bei der SpVgg Landshut ist noch lange nicht vergessen beim TSV Eching: Am Samstag kamen bei Spielern und Trainer wieder die schlimmen Gedanken an die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte hoch. 0:5 hieß es bereits zum Seitenwechsel gegen den ASV Dachau, der es dann aber bei einem 6:1 am Ende beließ.

Zwei Spiele hatten die Echinger kein Gegentor kassiert, aber dafür schepperte es gegen die offensiv starken Dachauer bereits beim ersten Angriff. Daniel Hahner sprang unter einem weiten Ball durch, und der Liga-Torschützenkönig Philipp Schmidt lief alleine auf das TSV-Gehäuse zu.

Mit diesem Treffer erschütterte Schmidt die Echinger bis ins Mark, denn es löste bei den Gastgebern fußballerisch einen Rückfall in die Steinzeit aus. Die Mannschaft verlor komplett den Faden, machte einen Fehler nach dem anderen und hatte eine verheerende Körpersprache. Eching war völlig durch den Wind. Die gewiss einen guten Fußball spielenden Dachauer hatten in der Folge ein sehr leichtes Spiel, um ihre Treffer zu markieren. Das 5:0 zur Halbzeit war die fast logische Konsequenz und ging auch in dieser Höhe völlig in Ordnung.

„Natürlich war dann der Gedanke an Landshut da“, sagte Trainer Willi Kalichman später. Er stimmte seine Mannschaft in der Kabine darauf ein, sich nicht weiter hängen zu lassen und die unvermeidbare Niederlage in einem erträglichen Maß zu halten. Als es dann drei Minuten nach Wiederanpfiff gleich wieder durch Schmidt klingelte, wuchs die Angst vor dem zweistelligen Debakel erneut – aber nur kurz.

Dann hatte Eching nämlich auch das Glück, dass die Gäste im Gefühl des sicheren Sieges zwei Gänge zurück schalteten. Auf dem tiefen Boden des Echinger Stadions verwaltete Dachau nur noch das Spiel und der TSV kam einigermaßen aus der Nummer heraus. Mit einer Kombination der Einwechselspieler gelang dann auch noch das Ehrentor, als Ante Basic mit seiner Hereingabe Fabi Hrgota fand. Eching spielte nun auf Augenhöhe mit gegen einen ASV, der Kräfte für das nächste Match sparte.

Trainer Kalichman war natürlich nicht zufrieden mit dem letzten Heimspiel vor der Winterpause. Er forderte dennoch eine ausgewogene Betrachtung: „Wir können jetzt nicht alles schlecht machen, was in den letzten zwei Wochen gut war.“ Es habe sich nur einmal mehr gezeigt, dass beim fußballerisch limitierten TSV alles passen muss, um den besten Landesliga-Teams Paroli bieten zu können.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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