TSV braucht Sieg

Eching mut trotz aller Rechenspiele cool bleiben

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Der Zebra-Dompteur nimmt Abschied. Fredi Ostertag möchte mit einem Sieg seiner Echinger gegen Gerolfing die Mission Landesliga ordentlich zu Ende bringen.

TSV Eching - Und nun ist der Fußball doch Mathematik. Nur mit einem Sieg gegen den FC Gerolfing (Samstag, 14 Uhr) kann der TSV Eching in der Landesliga sicher dem Abstieg entgehen. Aber auch eine Niederlage kann reichen, wenn die Spitzenmannschaften sich keine Blöße geben.

Im Falle eines Unentschiedens könnte Eching auf den 14. Platz abrutschen, wenn Manching gegen den Dritten Hallbergmoos und gleichzeitig Töging gegen den um die Meisterschaft spielenden Zweiten, den FC Deisenhofen, gewinnt.

Im Quervergleich mit der Landesliga Nordwest gibt es dann noch die Chance, dass Team 14 als einer der beiden besten 14ten von den fünf bayerischen Landesligen der Relegation entgeht. Bei einer Niederlage wäre Gerolfing durch den direkten Vergleich an den Zebras vorbei. Eching würde dann in die Relegation rutschen, falls Manching oder Töging siegen sollten. Das Hintertürchen bei Rang 14 wäre auch in dem Fall der Zweikampf mit der Landesliga Nordwest.

Echings Trainer Fredi Ostertag würde sich in seinem Abschiedsspiel nichts mehr wünschen, als sich die letzten Minuten zurücklehnen und emotionale Momente genießen zu können. Doch dafür braucht es mindestens einen Punkt und eine Mannschaft, die gegenhält.

Ostertag kann nach zwei Monaten Verletzungspause auch wieder seine Galionsfigur Fabi Hrgota bringen und wird die Mannschaft größer umbauen. Der Coach setzt nicht ohne Grund auf Erfahrung: „Wir müssen cool bleiben, auch wenn es etwas nickliger werden sollte.“

Gerolfing ist mit acht Punkten aus 16 Spielen die mit Abstand schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga und muss unbedingt gewinnen, um vielleicht noch der Relegation entgehen zu können. Diese Ausgangslage wird Eching Räume verschaffen, die es zu nutzen gilt. Und parallel wird Co-Trainer Willi Kalichman per Live-Ticker nach Manching und Töging blicken.

Wenn dann mit dem Klassenerhalt die Saison zu Ende geht, ist eine emotionale Stimmung garantiert: Trainer Fredi Ostertag ist Echinger durch und durch und wird wohl mit der einen oder anderen Träne im Auge den Platz verlassen. Nach zwei harten Jahren als Trainer und Abteilungsleiter braucht er auch für seine Gesundheit nun die Auszeit.

„Ich bin aber nicht weg vom Fußball und auch nicht vom TSV Eching“, sagt Ostertag. Er möchte auch nicht, dass seinem Herzensverein wegen einer Person der Kader auseinander bricht. Fredi Ostertag ist ein Echinger, wird immer ein Echinger bleiben und wenn der Verein weiß, wie es weiter geht, dann kann man sich sicher wieder unterhalten. Aber erst einmal möchte der treue Zebra-Dompteur am heutigen Samstag seine Mission Landesliga ordentlich zu Ende bringen.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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