Last-Minute-Glück aufgebraucht

2:2 - Eching vergibt späte Elferchance

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Florian Bittner sorgte mit einem 40-Meter-Freistoß für den 2:2-Ausgleich.

TSV Eching - Zwei Mal hat der TSV Eching zuletzt in der Nachspielzeit noch ein Unentschieden erzwungen, aber Glück und Pech gleichen sich eben irgendwann aus. Mit einem verschossenen Elfmeter beim 2:2 (1:1) in Traunstein vergaben die Zebras diesmal in letzter Sekunde den Sieg.

Eching - Eigentlich wurde erwartet, dass die Echinger Fußballer als Spielverderber auftreten und ein 0:0 verteidigen würden, doch die Gäste machten vor den rund 500 Zuschauern die Musik. Zeitweise spielten die Zebras Traunstein an die Wand und sorgten dafür, dass sich die Chiemgauer nur mit Befreiungsschlägen behelfen konnten. Bei einem Kopfball von Christian Trasberger nach einem Eckball verhinderte der Traunsteiner Torwart einen Rückstand, als er den Ball mit einer überragenden Parade an die Unterkante der Latte lenkte. In der 23. Minute traf dann Marco Doms nach einer Hereingabe von Ante Basic und krönte einen bis dahin bärenstarken Auftritt seines Teams.Doch nur wenige Minuten später zahlten die jungen Wilden von Trainer Willi Kalichman prompt den Preis für ihre Unerfahrenheit: Der TSV marschierte weiterhin nach vorne, wollte das zweite Tor nachlegen – und lief in einen Konter zum 1:1 (27.). Das war ärgerlich und unnötig, da nach der Rückkehr von Fabi Hrgota die Systemänderung auf 4-4-2 offensiv sowie 4-2-3-1 defensiv gut funktionierte.Nach der Pause kassierten die Echinger ein dummes Freistoßtor, das Ali Kestler auf seine Kappe nehmen musste. Der Torwart krachte mit dem Ball in den Händen gegen den Pfosten und fiel dann ins Tor. Kestler musste kurze Zeit später auch verletzt ausgewechselt werden. Der rumänische Neuzugang Marius Anghelache führte sich dann auch unfassbar frech ein: Im Eins-Gegen-Eins ließ er einen Traunsteiner Angreifer aussteigen und sorgte bei seinem Trainer kurzzeitig für Schnappatmungen. Anghelache hatte in der Folgezeit jedoch keinen Ball zu halten, weil die Echinger einmal mehr mit einem beeindruckenden Willensakt auf den 1:2-Rückstand reagierten. Den Ausgleich besorgte Florian Bittner mit einem Freistoß aus rund 40 Metern, bei dem Freund und Feind den im langen Eck einschlagenden Ball verpassten (73.).Für den Schlussakkord in einer Partie, in der sich die Echinger durchaus einen Sieg verdient gehabt hätten, sorgte dann Fabi Hrgota: Der Fußballgott von der Dietersheimer Straße wurde von den Beinen geholt und trat im Anschluss entgegen des berühmtesten aller Fußballergesetze selbst zum Strafstoß an. Hrgota schoss schwach und scheiterte am Torwart. Trainer Willi Kalichman hakte die vergebene Chance zum Sieg aber schnell ab, „weil uns Fabi schon so oft mit seinen Toren gerettet hat. Ihm macht niemand einen Vorwurf.“

Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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