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Echinger Neuanfang

TSV Eching – In der ewigen Tabelle der Landesliga Südost ist der TSV Eching eine große Nummer. Mit 173 Punkten in 132 Spielen wurde der TSV Eching als Nummer sechs in der vor vier Jahren durch die Ligareform geschaffenen Landesliga Südost geführt.

Heuer ist der traditionell höherklassig spielende Verein aus dem südlichen Landkreis eine von vier Mannschaften, die auch die fünfte Saison der Landesliga Südost bestreiten dürfen. Aber es war noch nie so schwer, sich als angehendes Urgestein der Liga halten zu können. Mit den Plätzen sieben, zehn, acht und zuletzt zwölf ging das Unternehmen Klassenerhalt immer wieder gut aus. Die finanziell nicht auf Rosen gebetteten Echinger mussten immer wieder Spieler abgeben, neue Mannschaften bilden und wurden von den Konkurrenten auch schon abgeschrieben.

De facto mussten die Zebras bei ihren teilweise beeindruckend souverän erreichten Klassenerhalten nicht einmal in die Playoffs. In der Vorsaison drohte aber noch im letzten Spiel das Abrutschen in die Relegation. Der personelle Aderlass war noch nie so extrem wie in dieser Sommerpause. Fast eine komplette Mannschaft hat den TSV Eching verlassen.

Die Zebras haben unter anderem den Torwart und die komplette Viererkette verloren. Dazu übernahm mit Willi Kalichman der bisherige CoTrainer das Steuerruder. Er musste unter großem Zeitdruck neue Spieler finden und muss nun rekordverdächtig schnell aus den fast ausschließlich aus unteren Ligen gekommenen Talenten eine Mannschaft formen, die zumindest einen Fixabsteiger hinter sich lässt und möglichst auch noch drei andere Teams in die Relegation schickt. „Wir sind sicher kein Kanonenfutter“, sagt Trainer Willi Kalichman. In der Vorbereitung und zum Saisonstart zeigte sich, dass die Abwehr noch Zeit braucht. Hoffnung gibt es in vielen Formen, auch weil der eine oder andere Neuzugang erst noch einen Trainings- rückstand aufzuholen hat. Der Verein ist auf die ganze Saison gesehen eine Wundertüte. So zeigte zum Saisonbeginn Fabi Hrgota aus dem Stand, dass er auch ohne Training und Vorbereitung in 15 Minuten einen Landesligisten aus der unteren Tabel- lenhälfte zerlegen kann. Der erfahrene Teilzeitkicker könnte über die Saison noch zu einem Trumpf werden. Überhaupt ist die Offensive des Landesliga-Dinos absolut ligatauglich. Entscheidend für den möglicherweise härtesten Abstiegskampf aller Zeiten dürfte sein, wie schnell sich die Abwehr findet und ob die Talente Landesliga-Level erreichen.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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