1:1 in Karlsfeld

Echinger Punktehamster schlagen wieder in der Nachspielzeit zu

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Trainer Willi Kalichman ist beeindruckt von der Moral seines Teams.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: Die Fußballer des TSV Eching haben am zehnten Spieltag der Landesliga den zehnten Punkt geholt – und das ist durchaus als Erfolg zu werten. Mit einem Tor in letzter Sekunde retteten die Zebras in einem typischen 0:0-Kick ein 1:1 (0:0) beim Aufsteiger Karlsfeld.

Eching - Die beiden im Abstiegskampf steckenden Mannschaften lieferten sich ein durchaus sehenswertes Match, das allerdings eher den Taktikfreund ansprach. Die Begegnung war schnell, es ging hin und her, auch das technische Niveau war ordentlich. Es fehlten nur die Torszenen – und das komplett. Karlsfeld hatte die gesamten 90 Minuten eigentlich keine wirkliche Chance, während Eching 83 Minuten nicht so wirklich zum Zug kam. Die beiden offensiven Außenspieler Florian Höltl und Marco Doms waren bemüht, spielten allerdings wenig effektiv.Karlsfeld hatte das Glück, in der 70. Minute mit einem Handelfmeter beschenkt zu werden. Das Handspiel an sich war unstrittig, wurde aus Sicht der Echinger aber einen Meter vor der Strafraumgrenze begangen. Letztlich hatte der Linienrichter den Unparteiischen davon überzeugt, dass sich das Vergehen im Sechzehner abgespielt habe. Die Folge: das 1:0 für Karlsfeld.In der Schlussphase stellten die Echinger erst auf eine Dreierabwehrkette um, bevor sie hinten Mann gegen Mann agierten. Mit dem Willen, unbedingt einen Punkt aus dem Landkreis Dachau mitzunehmen, erkämpften sich die Zebras dann spät ihre Chancen: Karlsfelds Torwart hielt aber bei einem Kopfball von Marko Juric, der genau ins Kreuzeck gepasst hätte, den glücklichen Vorsprung fest.Doch die Gäste aus Eching wurden schließlich in der 93. Minute für ihre Mühen belohnt. Die Gastgeber liefen angesichts einer 5:3-Überzahlsituation eigentlich einen vielversprechenden Konter, spielten dann jedoch einen folgenschweren Fehlpass in die Füße von Christian Trasberger. Der Innenverteidiger schaltete schnell und beförderte die Kugel mit den besten Wünschen weit nach vorne in den Strafraum. Dort kam der eingewechselte Nico Häcker zum Schuss und machte aus etwa zehn Metern das 1:1 – es war das erste Landesligator seiner Karriere.Unter dem Strich haben sich die Echinger diesen Achtungserfolg verdient und damit Aufsteiger Karlsfeld hinter sich gelassen. Trainer Willi Kalichman war wie schon vor einer Woche bei dem Last-Minute-Ausgleich zum 2:2 gegen Geretsried von der Moral seiner Mannschaft beeindruckt. In Rückstand liegend, zeige das Team einen unbändigen Willen und betreibe großen Aufwand, der auch diesmal wieder mit einem Teilerfolg belohnt wurde. Die Echinger wissen um ihre Chancen und ihre Defizite. Wenn die Truppe das abrufen kann, was sie zu leisten imstande ist, ist der Klassenerhalt auf alle Fälle zu schaffen – vielleicht auch ohne Relegation.

Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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