Auch ohne Aufstiegshoffnung: SVP bleibt Spitzenreiter Garching dicht auf den Fersen

Was für eine Moral: Pullach ist heiß auf den Titel

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Engagiert in die Zweikämpfe gehen die Spieler des SV Pullach beim 2:1-Sieg gegen Sonthofen, hier (v.l.) Daniel Leugner und Florian Königer.

Pullach – Der SV Pullach mischt weiter kräftig im Meisterschaftsrennen der Bayernliga Süd mit: Mit dem 2:1 (2:1)-Heimsieg gegen den 1. FC Sonthofen stellten die Raben einmal mehr unter Beweis, dass sie richtig heiß auf den Titel sind.

Und sie bleiben Spitzenreiter VfR Garching, der durch den 1:0-Sieg in Vilzing den direkten Wiederaufstieg feiern durfte, mit nur einem Punkt Rückstand weiter dicht auf den Fersen. Auch ohne Aufstiegsmöglichkeit (die Regionalliga-Lizenz wurde, wie mehrfach berichtet, nicht beantragt) hängen sich die Pullacher nach wie vor richtig rein. Gegen Sonthofen, das ja den Sprung in die Viertklassigkeit anstrebt, waren sie vor allem in den ersten 45 Minuten das Team mit deutlich mehr Biss. Dazu erwischten sie einen Traumstart: Nach einem Fehler der Gäste im Spielaufbau flankte Alexander Weiss auf Andreas Roth, dessen Kopfballvorlage Christoph Dinkelbach aus 16 Metern zum 1:0 nutzte (3.).

Dass der Torschütze den Ball nicht voll traf und ihn vielleicht nur deshalb ins Netz beförderte, war völlig nebensächlich. Pullach trat mit der Führung im Rücken sehr selbstbewusst auf, auch wenn die hochkarätigen Chancen aus dem Spiel heraus fehlten. Das 2:0 ließ trotzdem nicht allzu lange auf sich warten: Roth beförderte einen Freistoß aus halbrechter Position mit links aufs Tor, Sonthofens Keeper Kevin Fend merkte zu spät, dass dies keine Flanke, sondern ein direkter Versuch war, stolperte im Zurücklaufen und musste die Kugel einschlagen lassen (19.). Kurz vor dem Wechsel lag dann sogar das 3:0 in der Luft: Innenverteidiger Alexander Benede fing den Ball ab, trieb ihn nach vorn, spielte auf den in den Strafraum eindringenden Roth, der aber gebremst wurde. Den Gegenangriff nutzte Sonthofen, nachdem Vorlagengeber Sezer Yazir sich auf dem Flügel gegen Florian Königer und Alexander Weiss durchsetzen konnte, durch Thomas Thönnessen zum Anschlusstreffer (45.).

Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Unmittelbar danach ging es in die Pause. „Das Gegentor mit dem Halbzeitpfiff war natürlich schlecht. Da war auch die Absprache nicht gut, als Benede nach vorne ging. Und wir müssen es auch außen besser verteidigen“, fasste Co-Trainer Stefan Benzinger, der den aus familiären Gründen fehlenden Coach Frank Schmöller vertrat, die wenigen, aber wirkungsvollen negativen Aspekte dieses ersten Durchgangs zusammen, mit dem er ansonsten zufrieden war: „Die erste Halbzeit war ordentlich.“ Benzinger ahnte aber schon, was nun kommen würde: „Wir haben einen Gegner, der schon am Boden lag, wieder aufgebaut. Dann weißt du, die kommen zur zweiten Halbzeit raus und geben Gas.“ Die Befürchtung erfüllte sich. Doch es dauerte lange, bis Sonthofens Steigerung zu Möglichkeiten führte: Thönnessen schoss knapp vorbei (81.), Torwart Michael Hofmann war gegen Patrick Littig (85.) und Thönnessen (90.+1.) auf dem Posten, einmal klärte Daniel Leugner in der Not (86.).

„Es war am Ende schon noch haarig. In der zweiten Halbzeit war es nicht mehr schön anzuschauen, aber die Jungs haben ohne Wenn und Aber dagegen gehalten“, lobte Benzinger nach dem erlösenden Schlusspfiff den Einsatz seiner Spieler, die ihm übrigens eine weiße Weste gegen die Allgäuer bescherten: Schon beim 1:0-Sieg im Hinspiel hatte er Schmöller vertreten.

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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