Sportlicher Leiter Klaus Brand lässt Kontakte spielen

„Eine sportlich reizvolle Aufgabe“

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Als „Teamplayer“ bezeichnet sich der neue BCF-Coach Patrik Peltram, der zuvor unter anderem im Nachwuchs des FC Bayern, in Starnberg und Rosenheim tätig war.

Patrik Peltram heißt der neue Trainer des BCF Wolfratshausen. Der 42-jährige Inhaber einer UEFA A-Lizenz passt maßgeschneidert in das Suchraster des Bayernligisten.

Menschlich kompatibel, fachlich überdurchschnittlich – so lautete vereinfacht dargestellt das Anforderungsprofil der Farcheter bei ihrer Trainersuche. Kriterien, die Peltram zu erfüllen scheint. Der zweifache Familienvater ist mit Klaus Brand und Hilde Kluge seit annähernd 20 Jahren bekannt. Er wisse, worauf er sich einlässt, sagte der neue Übungsleiter in einer ersten Stellungnahme. Die Wertschätzung ist wechselseitig. Peltram sei „der Beste, den wir bekommen konnten“, erläuterte Brand die Entscheidung des Vereins.So wird die familiäre Bande in Wolfratshausen weiterhin gepflegt. Peltram ist ein ruhiger Zeitgenosse, seine Aussagen wirken durchdacht und nicht von Emotionen getrieben. Er nimmt nicht nur die Herausforderung als Cheftrainer in Farchet an, sondern künftig etliche Fahrtkilometer auf sich: Der 42-Jährige lebt in Rechtmehring bei Wasserburg. Die Familie entschied sich vor der Geburt ihrer Zwillinge (16), München den Rücken zu kehren. Beide Söhne kicken im U 16-Team des TSV 1860 Rosenheim. So viel zum Privaten. Peltrams sportliche Qualifikation gibt wenig Anlass für Zweifel: Selbst in der Jugend des FC Bayern aktiv, wechselte er nach einer gravierenden Verletzung früh auf die Trainerbank. Erst war der gebürtige Prager an der Säbener Straße im Jugendbereich tätig, dann übernahm er die Bayernliga-A-Jugend des TSV Milbertshofen. Mit nur 22 Jahren erwarb Peltram die UEFA A-Lizenz. Eine Spielzeit arbeitete er mit Brand in Starnberg zusammen.Seine neue Mannschaft nahm der 42-Jährige zuletzt in Kirchanschöring und gegen Kottern in Augenschein. Vergangenen Dienstag wurde die Zusammenarbeit besiegelt. Ein erster frommer Wunsch des Neuen: „Hoffentlich geht es mit den Verletzungen nicht so weiter.“ Angesichts der eher geringen Trainer-Fluktuation bei Bayernligisten „muss man es sich schon zweimal überlegen, ein solches Angebot abzulehnen“. Wollte Peltram aber auch gar nicht: „Der BCF ist eine sportlich reizvolle Aufgabe.“ Trotz der Verletzungsmisere sehe er, welch großes Potenzial im Team stecke. Das müsste nunmehr wieder stabilisiert und geordnet werden. Primäres Ziel sei es, nicht noch einmal eine Saison wie die zu Ende gehende durchzumachen. Hinzu komme ein Findungsprozess mit den kommenden Neuverpflichtungen.Ob der BCF, der am heutigen Samstag sein letztes Bayernliga-Match in Vilzing bestreitet, danach oben angreifen kann, hängt maßgeblich von der Rückkehr der angeschlagenen Spieler ab. Im Fall von Basti Pummer steht ein Comeback ob des verschlissenen Kniegelenks noch in den Sternen. Klar ist: Der 31-Jährige wird Co-Trainer der Ersten Mannschaft. Manuel Kluge komplettiert als Torwart-Trainer den Übungsleiter-Stab. „Für uns war es wichtig, zunächst das Trainerteam beieinander zu haben“, betont Klaus Brand. Das gefällt Peltram, der eigenen Angaben zufolge ein „totaler Teamplayer“ ist. Er sei froh, einen Co-Trainer zu haben: „Meinungsaustausch ist wichtig.“ Mitte Juni bittet der neue Coach zum Trainingsauftakt, ab 14. Juli geht es wieder um Punkte. (or)

BCF Wolfratshausen: Pradl– Duswald, Kasperek, Kretzinger, Rauch – Kaya, Marinkovic, Hoffmann, Korkor – Diep, Faganello. Ersatz: Klinkmüller, Kratzmeier, Heringer, Stephinger.

Quelle: fussball-vorort.de

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