Kopf der Woche: Markus Einsiedler

Einsiedler: Das Referendariat kann warten

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Markus Einsiedler stellt sein Studium hinten an, um weiter so jubeln zu können.

SpVgg Unterhaching - Man ist sich einig, Markus Einsiedler wird wohl ein weiteres Jahr für die SpVgg Unterhaching Tore schießen. Einsiedler wird wieder dringend gebraucht, nicht nur als „Pokal-Held“.

Im Herbst hat er Haching zum Sensationssieg gegen den Erstligisten Ingolstadt geschossen, auch beim Triumph über RB Leipzig hat er getroffen. Bald könnte sich die Geschichte wiederholen, denn Unterhaching ist seit dem Wochenende fix auch für die nächste Hauptrunde im DFB-Pokal qualifiziert, egal, wie das bayerische Totocup-Finale am 28. Mai gegen die Würzburger Kickers ausgeht. Gerade ist Einsiedler dabei, sich einzuschießen für große Aufgaben. Zuletzt war er in Bayreuth erfolgreich, traf beim 1:1 gegen Nürnberg.

Und nun gleich zweimal beim 4:2 gegen die Löwen, im legendären Grünwalder Stadion. Ein Highlight für jeden Amateurfußballer. Da kann einer wie Einsiedler nicht einfach aufhören. Zumal er in Unterhaching das gefunden hat, was er dringend braucht: Den Wohlfühlfaktor, eine intakte Mannschaft, ein familiäres Umfeld. Für ihn gehört mehr zum Fußball als die 90 Minuten auf dem Platz, das gemeinsame Training.

1860 Rosenheim ist sein Heimatverein, ihm ist er auch nach dem bitteren Abstieg aus der Regionalliga treu geblieben, hat sich im Vereinsleben engagiert, war Veranstalter eines vielbeachteten Schafkopfturniers. Der 27-Jährige ist ein „Sport-Verrückter“, der als Kind so nebenbei oberbayerischer Meister im Weitsprung war, ein „Typ“, der auch bei den Hachinger Fans ankommt, nicht nur wegen seiner Tore. Neun sind es inzwischen in der Regionalliga, trotz starker Konkurrenz – im Winter kamen noch Lux und Clarke – hat sich Einsiedler behauptet. Klar, dass ihn der Verein halten will für den geplanten Angriff auf die 3. Liga. Und natürlich für den DFB-Pokal. „Per Handschlag habe ich schon zugesagt“, verrät der Lehramtsstudent. Das Referendariat muss noch warten. 

Text: Reinhard Hübner

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Quelle: fussball-vorort.de

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