Pipinsried kämpft mit Unruhe neben dem Platz

Nach Gehirnerschütterung: Hürzeler schon wieder am Ball

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Brummschädel: FCP-Spielertrainer Fabian Hürzelers Einsatz ist fraglich.

FC Pipinsried - Das ruhige Fahrwasser liegt hinter ihnen, die Wellen schwappen in Pipinsried wieder hoch. Allerdings nicht auf dem Spielfeld, sondern außerhalb des Geläufs.

Neben den Verletzungen, die sich Thomas Berger und Fabian Hürzeler in Ismaning zugezogen haben, stand die Verhandlung des Sportgerichts in Sachen Gianluca Simari im Fokus.

Das Urteil hat beim FCP für Empörung gesorgt: Drei Spiele Sperre für den quirligen Linksaußen des FCP, das wollte man so nicht auf sich beruhen lassen. FCP-Boss Konrad Höß schimpft: „Simari hatte den roten Karton gesehen, weil er am Spielfeldrand mit einem Gegenspieler aneinandergeraten war, ihm ins Gesicht gegriffen und weggeschoben hat.“ Der Sportrichter belegte den Pipinsrieder Neuzugang dafür mit einer Sperre von zwei Spielen. Da aber der Hitzkopf bei Verlassen des Platzes noch die Eckfahne vor Wut umnietete, bekam er noch ein weiteres Spiel Sperre aufgebrummt. Und das schmeckte Höß überhaupt nicht. Er rief umgehend den Vorsitzenden des Verbands-Sportgerichts, Heinz Ferber, an. Dieser meinte zu Höß, „dass man das dritte Spiel Sperre hätte streichen können, wenn, ja wenn Simari nicht schon Vorstrafen hätte.“ Auf diese Aussage reagierte der Big-Boss des FC Pipinsried stocksauer: „Was ist das für eine Aussage? Wenn jemand im zivilen Leben seine Strafe verbüßt hat, ist die Sache erledigt. Der Sport aber hat wohl seine eigenen Gesetze“, wetterte er. Helfen wird es wohl nichts, Simari bleibt gesperrt.Aber es gibt auch gute Nachrichten aus dem FCP-Lager. Kapitän Thomas Berger und FCP-Spielertrainer Fabian Hürzeler geht es nach deren Gehirnerschütterung wieder besser. Allerdings kann der zuletzt überragende FC-Kapitän gegen Wolfratshausen nicht auflaufen, ein Einsatz für den Dauerläufer käme noch zu früh. Der Einsatz von Fabian Hürzeler hingegen erscheint möglich. Der junge Spielertrainer, der im Match in Ismaning kurzzeitig das Bewusstsein verloren hat, will seinem Team unbedingt auch auf dem Spielfeld zur Verfügung stehen.

„Er hat bereits am Dienstag wieder das Training geleitet“, berichtet Roman Plesche, sportlicher Leiter des FC Pipinsried. Eine Jochbeinprellung und jede Menge Farbe im Gesicht ist dem jungen Übungsleiter vom Match in Ismaning geblieben – und der Ärger über den Verlust von zwei Punkten. „Er hat aus dem Krankenhaus angerufen und sich erkundigt, wie das Spiel ausgegangenen sein. Bei dem Ergebnis hat er gestutzt, und gefragt, wie man nach so einem Spiel nur ein Remis nach Hause bringen kann“, erzählt Plesche. Wie auch immer: Das Unentschieden war aus Sicht des FCP völlig überflüssig, aber der Grund liegt auf der Hand: Die Verletzung von Fabian Hürzeler. „Danach sind wir einfach nicht mehr ins Spiel gekommen“, analysiert Plesche. „Trotzdem darf uns das nicht passieren“, so der junge sportliche Leiter weiter, „wir müssen da einfach cleverer und abgezockter agieren.“ Auf einen Spieler in den Reihen der Ilmtaler ist Verlass: Atdhedon Lushi. Der Torjäger kam verletzungsbedingt in Ismaning erst zu seinem fünften Saisoneinsatz – und erzielte gleich seinen fünften Treffer.

Text: Bruno Haelke

Quelle: fussball-vorort.de

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