Nach schwierigem Karriereabschnitt

Ex-Hachinger Vitzthum fühlt sich in Wehen pudelwohl

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Ein Bild aus alten Tagen: Michi Vitzthum lief in 47 Partien für die SpVgg Unterhaching auf.

SpVgg Unterhaching - Fußball-Profi Michael Vitzthum aus Warngau geht in seine zweite Saison beim SV Wehen-Wiesbaden und spricht über eine schwierige Phase in seiner Karriere.

Michael Vitzthum wünscht sich endlich ruhigere Zeiten. Nachdem sein Verein, der SV Wehen-Wiesbaden, in der vergangenen Drittliga-Saison sprichwörtlich in letzter Sekunde den Abstieg in die Viertklassigkeit vermieden hatte, „wollen wir nun eine ruhige Saison spielen und mit den hinteren Plätzen gar nichts zu tun haben“, sagt der Warngauer. Und fügt an: „Es ist gut, dass wir unsere Erwartungen ein wenig zurückgeschraubt haben.“

Das Attribut ruhig bezieht der 24-jährige auch auf seinen eigenen Werdegang. Denn vor seinem Wechsel zu Wehen in der Vorsaison seien die zwei Jahre zuvor „nicht so einfach gewesen“, gesteht der Warngauer. Nach seinem Weggang vom Karlsruher SC war Vitzthum zum Zweitligisten 1. FC Heidenheim gewechselt, kam dort aber nach einer schwierigen Spielzeit lediglich auf drei Einsätze. An sich gezweifelt hat Vitzthum nie – im Gegenteil: Er ist dadurch reifer geworden. „Vielleicht ist es auch einmal eine gute Erfahrung, sich durchzubeißen, wenn es mal nicht so gut läuft.“

Deutlich besser läuft es nun beim SV Wehen-Wiesbaden in der dritten Liga. Einen großen Anteil daran hat Trainer Torsten Fröhling. „Unter ihm haben sich die Dinge richtig gut entwickelt“, betont Vitzthum. Der Linksverteidiger ist zumeist gesetzt und war in den ersten vier Saisonspielen zumindest zwei Mal von Beginn an auf dem Feld. Obendrein stehen für sein Team sieben Zähler auf dem Konto – ein ansprechender Saisonstart.

Aber auch sonst fühlt sich der Warngauer in Hessen pudelwohl. „Die Stadt ist super, die Mitspieler sind klasse und noch dazu haben wir hervorragende Trainingsbedingungen hier“, schwärmt Vitzthum. Gegen einen Abstecher in seine Heimat hat der Blondschopf aber natürlich nie etwas einzuwenden. So passiert Mitte Juli, als Vitzthums Team ein Trainingslager in Miesbach absolvierte und gewissermaßen als Höhepunkt in Weyarn ein Testspiel gegen den Regionalligisten FC Bayern II bestritt. „Das war in jedem Fall eine schöne Erfahrung“, sagt Vitzthum. Seine ganze Familie schaute zu und noch dazu traf er auf seinen alten Spezl Nicolas Feldhahn, der bei Bayern spielt. „Wir sind in Warngau ja praktisch Nachbarn“, berichtet Vitzthum. Wehen-Wiesbaden setzte sich am Ende knapp mit 1:0 durch. Doch das Ergebnis stand dabei nicht im Vordergrund. „Es war einfach schön, mal wieder hier zu sein“, sagt der 24-jährige.

Unterdessen läuft Vitzthums Vertrag in Wehen noch bis Saisonende. Wie es danach weitergeht, darüber hat sich der Linksverteidiger noch keine Gedanken gemacht. „Da ist es zum jetzigen Zeitpunkt auch noch zu früh“, meint er. Vielmehr will Vitzthum erst einmal alles daran setzen, dass diese Saison eine ruhigere wird als die vergangene.

Text: Markus Eham

Quelle: fussball-vorort.de

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