Herzschlagfinale bei Türkgücü

FCI fehlen noch 90 Minuten zum Titel

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Viel fehlt nicht mehr: Trainer Xhevat Muriqi hat den letzten Aufstieg in die Bayernliga noch als FCI-Spieler erlebt.

Noch 90 Minuten. Ismaning steht kurz vor der Meisterschaft in der Landesliga und der Rückkehr in die Bayernliga. Es muss nur noch das Auswärtsspiel beim SV Türkgücü-Ataspor München (Samstag, 14 Uhr, Heinrich-Wieland-Straße 100) gewonnen werden.

Wer den FC Ismaning kennt, weiß, dass kaum ein Verein so emotional ist wie der ehemalige Regionalligist. Deshalb sind auch die Vorbereitungen für eine Meisterfeier weit fortgeschritten. Für Trainer Xhevat Muriqi, der den großen Biergläsern ebenso wenig entkommen kann wie Pep Guardiola, ist das Kunststück, das alles auszublenden. „Wenn es so kommt, ziehe ich gerne ein mir gereichtes T-Shirt an und klebe auch gerne auf der Busfahrt nach Hause.“

Muriqi und die Mannschaft haben aber den Job, bei den bereits gesicherten Münchner Türken noch die letzte Aufgabe zu erledigen. Mit einem Sieg ist Ismaning definitiv Meister, während bei Unentschieden oder Niederlage alles von dem einen Punkt hinterher hechelnden FC Deisenhofen (in Töging) abhängt. Resultate von Deisenhofen wird Muriqi zwangsläufig mitbekommen: „Auf der Bank haben wir Handyverbot, aber vom Umfeld hörst du auch immer Dinge, die du gar nicht hören magst.“ Der Trainer kümmert sich lieber um seinen selbstbewussten FCI: „Wir haben noch nie abgewartet und werden wieder von der ersten Minute an das Spiel dominieren.“

Verfolger Deisenhofen versuchte zuletzt etwas Unruhe zu stiften mit Vorwürfen, dass der FCI mit Geld den SB/DJK Rosenheim motiviert habe zum 2:2 vergangenen Samstag. Ismanings Vorstandmitglied Herbert Baur kann da nur lachen: „Ich habe in der Vorstandssitzung Freibier für Rosenheim vorgeschlagen und wurde überstimmt. Der einstimmige Tenor war: Wir schaffen es aus eigener Kraft oder gar nicht.“

Der FC Ismaning bleibt kommende Saison fast ganz beisammen. Unter der Woche verlängerten Florian Preußer, Samed Aladdinoglu und Ivan Vidovic. Der Coach ist überzeugt, dass Ismaning mit der einen oder anderen Verstärkung in der Bayernliga auch fernab der Abstiegsplätze kicken wird.

Einige alte Recken wie etwa Mijo Stijepic, Anton Siedlitzki oder Daniel Steinacher kennen das Gefühl, in Ismaning Meisterschaften und Aufstiege zu feiern. Beim letzten Aufstieg der Weiß-Blauen von der Landes- in die Bayernliga war ein gewisser Xhevat Muriqi der Kopf der Mannschaft. Und er wird nun alles raushauen, um in den letzten 90 Minuten der Saison sein persönliches Double zu packen: „Als Spieler und als Trainer mit Ismaning in die Bayernliga aufzusteigen, wäre einfach nur richtig geil.“

Voraussichtl. Aufstellung: Preußer – Beck, Ehret, Steinacher, Siedlitzki – Aladdinoglu, Fischer – Siebald, Killer – Stijepic, Auerweck.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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