Klassenerhalt aus eigener Kraft nicht möglich

SCF zur finalen Rettung auf Schützenhilfe angewiesen

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SC Fürstenfeldbruck - Nur ein Sieg zählt für den SC Fürstenfeldbruck beim Saisonfinale in Egg an der Günz am Samstag, 14 Uhr. Der direkte Klassenerhalt ist noch möglich – jedoch nicht mehr aus eigener Kraft.

Die Vorgabe ist klar: „Alles andere als ein Dreier hilft uns nicht weiter“, sagt Trainer Michael Westermair. Doch darüber hinaus brauchen die Brucker auch noch Schützenhilfe von Nördlingen in Kaufbeuren oder Aindling in Kissing um den Sprung auf Platz 13 noch zu schaffen. Ein Abstieg wäre für die einst unangefochtene Fußball-Nummer-eins in der Region zwar sportlich zu verkraften, der ohnehin schon wegen Finanz- und Präsidiums-Affären erlittene Imageverlust wäre allerdings immens. Der einstige Bayernligist stünde dann in der Bezirksliga auf Augenhöhe mit den kurz vor dem Aufstieg stehenden Noch-Kreisligisten aus Maisach und würde nur noch dritte oder vierte Geige im Landkreis spielen. Oberweikertshofen und Olching wären dann weit enteilt.

Für die Gastgeber aus Egg ist die Partie sportlich bedeutungslos. Dennoch glaubt Westermair nicht an Geschenke. „Die werden uns in ihrem letzten Heimspiel sicher nichts schenken.“ Dazu kommt, dass die Unterallgäuer eventuell lieber ihren Allgäuer Derbygegnern – Brucks Konkurrenten aus Kaufbeuren – Schützenhilfe leisten, als im kommenden Jahr an die Amper fahren zu wollen.

Dass die Brucker Fernunterstützung kriegen, ist auch noch keine ausgemachte Sache. Nördlingen hat am vergangenen Spieltag die letzte Chance auf die Aufstiegsrelegation verspielt. Fraglich, ob sie diese Enttäuschung bei der Partie in Kaufbeuren überwinden können. Ob Aindling den zuschauerträchtigen Derbygegner Kissing in die Relegation schubsen will, ist ebenfalls unsicher.

Doch bevor der heiße Draht in die Stadien der Konkurrenten glühen kann, müssen die Brucker erst mal ihre Hausaufgabe in der Fremde erledigen. Westermair schätzt Egg stark ein: „Die haben einerseits eine gute Offensive, andererseits in 31 Spielen aber auch erst 34 Tore kassiert.“ Seinen Akteuren gibt er mit auf den Weg, körperbetont zu spielen. „Vielleicht geht der eine oder andere Egger doch nicht mehr mit 100 Prozent in die Zweikämpfe.“

Die Stimmung in der eigenen Truppe sei trotz der Niederlage gegen Mering am vergangenen Wochenende intakt, sagt der Übungsleiter. „Wir sollten den positiven Trend aus den Spielen davor mit nach Egg nehmen.“ Personell kann Westermair etwas aufatmen: Der lange verletzte Michael Dietl steht wieder im Kader. Für die Start-Elf reicht es zwar noch nicht. „Vielleicht gebe ich ihm aber einen Kurzeinsatz.“ Auch um Spielpraxis für eine etwaige Relegation zu sammeln.

Text: Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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