Ex-Pipinsried-Kapitän im Vorort-Interview

Finkenzeller nach Entlassung: "Vielleicht habe ich einige Spieler überfordert"

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Konnte seineVorstellungen in Joshofen nicht umsetzen: MArtin Finkenzeller (hier als Spieler bei Pipinsried).

FC Pipinsried - Nach nur neun Spielen ist Martin Finkenzeller seinen Job als Spielertrainer bei der SpVgg Joshofen-Bergheim los. Der 30-jährige hatte zuvor seinen Posten als Kapitän beim FC Pipinsried abgegeben. Wir haben uns mit Finkenzeller über die Ursachen seiner Entlassung unterhalten.

Martin, du bist nach nur 9 Spielen nicht mehr Spielertrainer bei Joshofen-Bergheim. Warum?

Die sportliche Leitung und ich hatten einfach unterschiedliche Auffassungen. Mir war bewusst, dass eine komplette Umstellung unseres Fussball-Stils zu Startschwierigkeiten führen würde. Es braucht einige Zeit, um solche Änderungen richtig umzusetzen. Hinzu kam natürlich, dass wir Spiele nicht gewinnen konnten, die wir vom Spielverlauf her hätten gewinnen müssen. Unterm Strich konnten wir bis zum jetztigen Zeitpunkt nicht genügend Punkte sammeln, weshalb die fussballerische Leitung entschloss, den Trainer zu wechseln.

Die Mannschaft steht auf dem drittletzten Platz und gewann zuletzt fünf Spiele in Folge nicht. Was sind hierfür deiner Meinung nach die Gründe?  Ich denke hier hat dann teilweise auch der letzte Wille und die entscheidende Galligkeit vor dem Tor gefehlt. Man muss auch mal einen Sieg erzwingen und sich das Glück hart erarbeiten. Dafür hätten wir vielleicht noch mehr investieren müssen, aber das haben wir nicht geschafft. Das kreide ich mir natürlich selbst an. Es hat auch an den Spielern genagt, dass wir immer wieder enge Spiele hergeschenkt haben. Aber die Mannschaft hat immer versucht, die neuen Ansätze anzunehmen, aber vielleicht habe ich dadurch auch einige Spieler überfordert.   Im Interview mit uns aus dem Januar sagtest Du, die Verantwortlichen in Joshofen hätten sich sehr um dich bemüht und würden dir die nötige Zeit geben, um dich als Trainer zu entwickeln. Wie kam es jetzt zu dieser überraschenden Wende?     In den Gesprächen im Winter habe ich sie zugegebenermaßen lange zappeln lassen. Ich habe mich dann doch dazu entschlossen, den Schritt zu machen, weil mir das Gefühl vermittelt wurde, dass wir hier was aufbauen können. Für mich war aber auch immer klar, dass es Zeit braucht, die Jugend zu integrieren und einen neuen Fussball zu spielen. Das ist zwar auf lange Sicht meiner Meinung nach der richtige Weg, um auch in anderen Klassen bestehen zu können. Aber letztlich haben sie sich wohl doch erhofft, oben anzugreifen und mehr Punkte zu holen. Dementsprechend kam jetzt dieser Schritt.   Du hast für die Spielertrainer-Aufgabe in der Kreisklasse Neuburg deinen Platz als Kapitän des FC Pipinsried in der Bayernliga Süd aufgegeben. Bereust du jetzt diese Entscheidung? Nein. Die Entscheidung in Pipinsried aufzuhören hatte nichts mit meinem neuen Job zu tun. Ich hatte schöne Jahre in Pipinsried. Ich wusste aber schon vor meiner Zusage bei Joshofen, dass ich nach der letzten Saison eine Veränderung haben möchte. Und auch aus der kurzen Zeit in der Kreisklasse kann ich trotzdem viele positiven und negativen Erfahrungen mitnehmen.   Wie sehen jetzt deine Pläne für die Zukunft aus? Suchst du eine neue Station, um deine Rolle als Spielertrainer weiter zu entwickeln? Meine Zukunft sehe ich weiterhin auf dem Fussballplatz. Egal ob ich eine neue Aufgabe als Spielertrainer oder auch als Spieler annehmen werde, es wird sich bestimmt schon bald etwas neues für mich ergeben.     Das Gespräch führte Conan Furlong

Quelle: fussball-vorort.de

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