Schmöller adelt seinen Goalgetter

Fünf Punkte Vorsprung: Pullach marschiert

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Frank Schmöller dominiert mit seiner Mannschaft in der Bayernliga Süd.

SV Pullach - 2:0 gewonnen, den Vorsprung an der Tabellenspitze dank der günstigen Ergebnisse der Konkurrenz auf fünf Punkte ausgebaut.

Trainer Frank Schmöller konnte nach dem Gastspiel des SV Pullach beim TSV 1874 Kottern rundum zufrieden sein, zumal sein Team nach fast einem Drittel der Saison weiter den Nimbus der Unbezwingbarkeit wahrt: „An diesem Wochenende dürfen wir das auch mal genießen, dass wir nach elf Spielen noch ungeschlagen sind.“

Zumindest bis zur Pause präsentierten sich die Raben vor 450 Zuschauern in der Verfassung eines souveränen Spitzenreiters. „In der ersten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht, den Ball schön laufen lassen“, lobte Schmöller. „Wir hatten gute Chancen. Bei den Toren war aber vielleicht ein bisschen Glück dabei.“ Für die Führung sorgte Chaka Ngu’Ewodo mit seinem zwölften Saisontreffer: Nach einem Schuss von Tim Sulmer, den Kotterns Keeper Sebastian Eberle ihm vor die Füße prallen ließ, staubte er ab (31.).

Obwohl der Abschluss nicht schwierig war, erhielt der 21-Jährige ein Kompliment vom ehemaligen Profi-Stürmer Schmöller: „Gut gemacht. Er steht eben da, wo ein Torjäger stehen muss.“

Beim 2:0 hielt dann Martin Bauer die Fußspitze gerade so hin, dass es passte (39.). Allerdings spielte der SVP die Partie mit dem 2:0-Vorsprung im Rücken nicht so abgeklärt zu Ende, wie sich Schmöller das gewünscht hätte: „In der zweiten Halbzeit haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht, weil wir die Konter nicht genutzt haben, auch gute Möglichkeiten ausgelassen haben. Dazu hatten wir einige zu schnelle Ballverluste“, bemängelte der Coach. Richtig ärgern konnte sich Schmöller aber vor allem über den Unparteiischen Milenko Golem aus der Tiroler Gemeinde Höfen: „Sagen wir es freundlich: So eine kuriose Schiedsrichterleistung habe ich lange nicht mehr gesehen. Der Verband muss sich mal überlegen, ob er dieses Modell mit dem Einsatz von österreichischen Schiedsrichtern fortsetzen will. Denen geht das Spiel zu schnell.“ In der 62. Minute pfiff Golem einen Handelfmeter. „Da war niemand mit der Hand dran“, beteuerte Schmöller. Die Entscheidung blieb folgenlos, Marc Penz schoss knapp vorbei.

Nach der Ampelkarte für Alexander Benede (74.) platzte Pullachs Trainer der Kragen, mit einer seltsamen Konsequenz: „Die Gelb-Rote Karte war ein Witz. Ich hatte ein Wortgefecht mit dem Schiedsrichter, aber er hat dann meinen Co-Trainer Dario Casola auf die Tribüne geschickt“, berichtete Schmöller. Der Erfolg geriet trotz aller Widrigkeiten aber nicht in Gefahr, auch in Unterzahl kamen die Raben nie ernsthaft in Bedrängnis. „Ich kann mich an keine Chance von Kottern aus dem Spiel heraus erinnern. Es war ein verdienter Sieg“, lautet Schmöllers Fazit. 

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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