Nach 1:1-Unentschieden im Rückspiel

SC Fürstenfeldbruck steigt in die Bezirksliga ab

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Untröstlich – aber einen Versuch ist’s wert: SCF-Trainer Michael Westermair mit Marco Ecker.

SC Fürstenfeldbruck - Aus und vorbei: Der SC Fürstenfeldbruck ist in die Bezirksliga abgestiegen. Nach dem 1:3 in Stätzling kamen die Brucker beim Rückspiel im heimischen Klosterstadion trotz Überzahl nicht über ein 1:1 hinaus.

Nach einer Schrecksekunde zu Beginn – Michael Dietl musste nach nur zehn Minuten verletzt ausgewechselt werden – schien alles für den SC Fürstenfeldbruck zu laufen: Zehn Minuten später sah Stätzlings Stefan Reinthaler nach einer Notbremse an Marian Knecht die Rote Karte. Und in der 26. Minute gelang Fabian Friedl mit einem Schuss aus zwölf Metern die frühe Brucker Führung.

Dass die Brucker am Ende trotzdem mit Tränen in den Augen den bitteren Weg in die Bezirksliga antreten mussten, lag einmal mehr an mangelnder Chancenverwertung. „Wir haben das zweite Tor nicht gemacht, genau daran ist es gelegen“, sagte der sichtlich niedergeschlagene SCF-Trainer Michael Westermair nach dem Schlusspfiff. An der fehlenden Brucker Dominanz lag es aber nicht.

In Überzahl entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Ganz im Gegensatz zum Hinspiel, als die Brucker sich in den ersten 45. Minuten nicht einen Torschuss erarbeitet hatten, waren es diesmal die Stätzlinger, die kaum aus der eigenen Hälfte kamen. Lediglich bei einem tückischen Freistoß musste Maximilian Knobling einmal eingreifen, bestand diesen Test aber mit Bravour.

„Wir waren klar überlegen, hatten gefühlt 80 bis 90 Prozent Ballbesitz“, sagte Westermair. Aber auch die deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Partie in Stätzling reichte nicht aus. Präsident Jakob Ettner trauerte vor allem einer Großchance von Marko Ecker unmittelbar nach dem Seitenwechsle hinterher. Doch statt seinen Kopfball freistehend Richtung Tor zu bringen, wollte der junge Brucker den Ball offenbar über den Torhüter hinweg einköpfen – und verfehlte prompt das Leder.

„Wenn wir da das 2:0 machen, fällt Stätzling auseinander“, war sich Ettner sicher. Doch stattdessen konnten die Schwaben weiter ihren Defensivriegel mit zwei Fünferketten aufziehen und so das Spiel nach Hause mauern. Als Markus Rolle bei einem Konter acht Minuten vor Schluss der Ausgleich gelang, war Brucks Schicksal besiegelt. „Abgestiegen sind wir aber nicht heute“, sagte Westermair. Er machte – ebenso wie Ettner – die desolaten ersten 45 Minuten beim Hinspiel als Grund für den sportlichen Absturz aus. „Und dass wir überhaupt in die Relegation mussten, hatte eh ganz andere Gründe“, so Westermair mit Blick auf die zahlreichen über die Saison verteilten Ausfälle.

Westermair hofft zwar, dass die Mannschaft auch in der Bezirksliga weitgehend zusammenbleibt. Doch zu den zuvor bereits feststehenden Abgängen von Andreas Pauker, Marian Knecht und Fabian Meinberger kommen bereits zwei weitere: Andreas Beinhofer geht nach Landsberg und Denis Teschke wird sich Heimstetten anschließen. Auf den SCF wartet damit ein Neuaufbau. „Es bleibt uns ja nicht anderes übrig“, so der frustrierte Ettner.

Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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