Im Alpenbauer Sportpark

Garching ist heiß auf 4000 Zuschauer

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Ein besonderes Spiel: Mario Staudigl ist einer von neun Garchingern mit Unterhachinger Vergangenheit.

VfR Garching - Mit dem Aufstieg in die Regionalliga freute sich der VfR Garching auf große Fußballspiele. Ein solches ist zweifelsohne das Gastspiel beim ehemaligen Bundesligisten SpVgg Unterhaching.

„Du fieberst darauf einmal in so einem Stadion Fußball zu spielen“, sagt etwa Florian de Prato. Sein Partner auf der Doppelsechs Florian Wenninger sieht erst recht nach dem berauschenden Auftaktsieg gegen Buchbach einen psychologischen Vorteil darin, „dass wir dort nichts zu verlieren haben“. Bei den meisten Kickern fährt auch noch die Erinnerung mit, wie der VfR beim ersten Anlauf in der Regionalliga Geschichte geschrieben hat mit einem Sieg im Grünwalder Stadion gegen den TSV 1860 München II.

Trainer Daniel Weber erinnert sich noch gut an den 15. November 2014, als die Garchinger diesen Coup mit einem 3:2 bei den Löwen feierten. „Von zehn Spielen gegen solche Mannschaften verlierst du wahrscheinlich neun“, sagt Weber, „aber wir werden alles dafür tun, auch in Unterhaching dieses zehnte Spiel zu schaffen.“ Dazu brauche es dann viele Faktoren von einem überragenden Torwart bis zu einem Gegner, der nicht ins Rollen kommt. Weber hat die Hachinger schon genau studiert, als sie mit rund 70 Prozent Ballbesitz zuletzt 1860 Rosenheim dominierten. „Ich habe starke Hachinger gesehen“, sagt Weber, „aber jede Mannschaft hat Schwächen.“ Deshalb hat er auch keine Angst vor dem Meisterschaftsfavoriten, der unter Profibedingungen an der Rückkehr in die 3. Liga arbeitet.

Der Trainer ist kein Typ, der in den Sportpark fährt, um die Punkte abzuliefern mit einem einigermaßen achtbaren Ergebnis. Daniel Weber ist aber auch kein Lautsprecher, der großspurig einen weiteren Punkt oder weitere drei Punkte gegen den Abstieg ankündigt. „Ich möchte einfach nur eine gute Leistung von meiner Mannschaft sehen“, sagt Weber. Am Ende werde man dann einfach sehen, was zahlenmäßig drin war.

Der Coach weiß auch, dass dieses Spiel nicht nur wegen des Stadions und des Kultstatus’ der Hachinger besonders ist. Mit Daniel Maus, Markus Baki, Silas Göpfert, Florian Mayer, Mike Niebauer, Niko Salassidis, Florian de Prato, Dennis Niebauer, Manuel Eisgruber, Alexander Rojek und Mario Staudigl haben elf (!) Spieler aus dem Garchinger Kader eine Unterhachinger Vergangenheit. Die meisten durchliefen die Jugendakademie und schafften es dann nicht nach oben zur Ersten Mannschaft. Es ist wahrscheinlich, dass sogar neun der Ex-Hachinger in der Startelf des VfR stehen bei diesem besonderen Derby der Regionalligaspieler, die ihren großen Auftritt im Sportpark über den Umweg Garching erreicht haben.

Voraussichtliche Aufstellung: Maus – Baki, Mayer, Göpfert (M. Niebauer), Suck – de Prato, Wenninger – Staudigl, D. Niebauer, M. Niebauer (Goia) – Eisgruber.

Text: Nico Bauer

 

Stefan de Prato, kurz nach seinem Wechsel bei Vorort zu Gast, war schon damals heiß auf die Partie:

Quelle: fussball-vorort.de

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