Niebauer-Brüder lassen den Aufsteiger jubeln

Garching platzt vor Stolz: Prügel für Bayern

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Stefan de Prato

Die Platzherren feierten am Samstag den größten Tag ihrer Vereinshistorie, die Bayern dagegen schlichen nach der 1:0-Pleite wie geprügelte Hunde vom Platz. Allen voran ihr Leitwolf Nicolas Feldhahn, der mit einem kapitalen Ballverlust die erste Saisonniederlage mitverschuldet hatte.

Seinem 30-jährigen Abwehrchef aber könne er „das verzeihen“, betonte Bayern-Coach Heiko Vogel, „er ärgert sich selber am meisten über diesen Fehler“. Symptomatisch für die gesamte Partie war die entscheidende Szene dennoch. Nach einer weitgehend ereignislosen ersten Halbzeit hatte sich Feldhahn just in der besten Phase der kleinen Bayern, als drei gute Tormöglichkeiten ungenutzt blieben, von VfR-Kapitän Dennis Niebauer den Ball abluchsen lassen. Der 28-Jährige legte quer auf seinen Bruder Mike, der aus zwölf Metern überlegt einschob (65.). Er verstehe sich „auf dem Platz blind mit Dennis“, berichtete der 22-jährige Schütze des goldenen Treffers von der Gemeinschaftsproduktion der Gebrüder Niebauer.

Nach dem Rückstand fiel der Vogel-Elf nicht mehr viel ein, sodass auch der 40-jährige Bayern- Trainer später von „drei verdienten Punkten für Garching“ sprach. Vogels Team war wieder in jenen Modus verfallen, den der Übungsleiter schon in der vergangenen Spielzeit so oft bemängelt hatte: „Wir entwickeln zu wenig Druck auf das gegnerische Tor und machen immer einen Schnörkel zu viel.

Im letzten Drittel war das unterirdisch.“ Während der Bayern-Coach also einen „gebrauchten Tag“ bilanzierte, platze sein Pendant fast vor Stolz. Seine Mannschaft, so VfR-Coach Daniel Weber, sei „heute über das Limit hinaus gegangen“ und hätte sich den Sieg durch ein „taktisches Bravourstück“ verdient. Obgleich dem 43-Jährigen aufgrund etlicher Verletzter nur noch drei Feldspieler als Ersatz zur Verfügung standen, konnte Weber glücklich und augenzwinkernd resümieren: „Mit den 16 Punkten beißen wir uns langsam oben fest.“

Für den anschließenden Mannschaftsabend jedenfalls setzte der Trainer alle Beschränkungen außer Kraft, erst ab dem heutigen Montag fordert Weber wieder die volle Konzentration auf das nun anstehende Auswärtsspiel bei der Augsburger Reserve ein.

Quelle: fussball-vorort.de

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