Neuzugang in der Defensive

Garching: Ein Schwede für die Innenverteidigung

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Attacke: So offensiv wie gegen die Löwen wird Garching (Florian Mayer; r.) gegen Memmingen nicht auftreten.

VfR Garching - „Es wird Umstellungen geben.“ Die Worte des Garchinger Trainers Daniel Weber vor dem Regionalligaspiel gegen den FC Memmingen (Samstag, 13 Uhr) klingen nicht sonderlich amüsiert.

Nach zuletzt ordentlichen Ligaspielen stellt der Coach des Überraschungsteams nur sehr ungern seine Defensive um. Ein Neuzugang ist erst eine Lösung für die Zukunft.

Der VfR Garching kennt dieses Spielchen, dass sich auch kurzfristig Fußballspieler von sich aus anbieten, weil sie nebenan auf dem Forschungsgelände einen Studienplatz bekommen. Das ist auch der Fall bei Daniel Müller, der 23 Jahre jung und in südbayerischen Fußballkreisen gänzlich unbekannt ist. Der hoch gewachsene Innenverteidiger ist aus Schweden nach Garching gezogen und hat im Probetraining überzeugt. Der junge Mann spielte zuletzt in der dritten schwedischen Liga, nachdem er zuvor von 2012 bis 2015 bei Bayern Alzenau Hessenliga und Regionalliga Südwest spielte. In der Jugend durchlief er alle Altersklassen bei Eintracht Frankfurt. Durch den internationalen Transfer ist Müller aber dieses Wochenende sicher noch nicht spielberechtigt sein.

Nach dem Abwehrspieler soll noch ein Torwart kommen, was sich trotz aller Kontakte des erfahrenen Torwarttrainers Daniel Weber schwierig. „Ich werde keinem Bezirksligisten einfach so seine Nummer eins wegnehmen“, sagt der Trainer, der sich Klubs aus unteren Ligen gegenüber fair verhalten möchte.

Sportlich werden die Gäste aus Memmingen am Samstag eine knifflige Aufgabe. Mit dem ehemaligen Unterföhringer Angelo Hauk (32) holte Memmingen einen Stürmer, der schon 3. Liga gespielt hat. Der zehnte Platz und zuletzt wechselhafte Leistungen der Allgäuer ist für den Garchinger Trainer nicht maßgeblich: „Die Tabelle ist nicht mehr als eine Momentaufnahme. Wir sind sicher nicht der Favorit.“

Memmingen wird nicht nur wegen des großen Namens des Gegners eine heiße Kiste. Die Partie zur neuen Garchinger Standard-Anstoßzeit um 13 Uhr (um der Bundesliga aus dem Weg zu gehen) wird auch mit den erwarteten Temperaturen nahe den 40 Grad hitzig. „So offensiv wie gegen 1860 können wir den Gegner nicht attackieren“, sagt Weber, „weil dann jeden Spieler in den neunzig Minuten irgendwann aus den Schuhen fällt“. Deshalb bastelt der Coach an einer Taktik und einer Aufstellung, die sowohl die Videoerkenntnisse aus den Memmingen-Sichtungen als auch die äußeren Bedingungen berücksichtigt. Webers individuelle Lösungen für Regionalliga-Siege gingen in bislang sieben Spielen ja schon stolze viermal auf.

Voraussichtliche Aufstellung: Maus – M. Niebauer, Mayer, Göpfert, Suck – Ball, F. de Prato – Staudigl, M. Niebauer, Goia (S. de Prato) – Eisgruber.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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