Niederlage im Kellerduell

Ein gebrauchter Tag für das letzte Echinger Aufgebot

Ausgerechnet im Kellerduell des Vorletzten gegen den Drittletzten war der TSV Eching mit sechs Wechseln in der Startelf zur großen Rotation gezwungen. Mit dem am Ende verdienten 2:4 (0:2) beim FC Töging kassierte das letzte Aufgebot der Zebras eine verdiente und schmerzhafte Niederlage.

Eching - Wie erwartet, stand beim TSV Eching kein einziger gelernter Stürmer mehr zur Verfügung, so dass Trainer Willi Kalichman seinen bulligen Innenverteidiger Christian Trasberger sozusagen als Turm in die Schlacht schickte. Er sollte mit robusten Zweikämpfen die Bälle in der Spitze halten und im Idealfall ein Kopfballtor erzielen. Das Experiment ging allerdings schief, weil die Bälle Trasberger nicht einmal erreichten. Die in allen Belangen limitierten Echinger kamen nicht ins Spiel und hatten kaum Möglichkeiten, sich aus der Umklammerung zu befreien.

Im allgemeinen Wechselrausch beorderte Kalichman den rumänischen Neuzugang Marius Anghelache ins Tor, wobei auch hier wenig gesagt werden kann: In der zehnten Minute zeigte er eine Superparade, an den Gegentreffern war er schuldlos. Für den Keeper war das ein undankbarer Fußballtag.

Der TSV Eching hatte in der ersten Spielhälfte genau eine Torchance, hätte mit dem 1:0 die Partie auf den Kopf stellen können. Defensivmann Daniel Hahner knallte den Ball aber aus acht Metern zu zentral auf den Torwart. Bis zum Seitenwechsel gingen dann die beiden Treffer der Töginger in Ordnung.

In der Halbzeit schworen sich die Echinger darauf ein, nun besser mithalten und sich gegen die Niederlage wehren zu wollen. 180 Sekunden nach der Pause hatte sich das Thema aber schon erledigt, weil der Schiedsrichter einen eher lachhaften Elfmeter gab. Tim Rebenschütz hatte den Ball astrein und eigentlich gut erkennbar zur Ecke geklärt.Eching bekam auch einen Elfer, den Florian Bittner zum 1:3 verwandelte, und machte durch Hansi Diop noch das 2:4. Echte Chancen, um eine Wende herbeizuführen, gab es jedoch nicht. Die Gäste waren einfach zu deutlich unterlegen, um der Partie mit einem 2:3 oder 3:4 neue Spannungsmomente zu geben. Der TSV hat sich ordentlich verkauft und nie aufgegeben – dennoch war an einen Punkt nicht zu denken. Deshalb ist man nun Vorletzter, auch wenn bis zum drei Zähler entfernten Neunten Hallbergmoos alle noch in Reichweite sind.

Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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