Landesliga Südost

Gegen Dachau soll Echings erster Dreier her

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Mehr Aggressivität in den Zweikämpfen fordert Echings Trainer Willi Kalichman nicht nur von Marko Juric (vorne), sondern vor allem der gesamten Defensive.

Echings Trainer Wili Kalichman will von seinem Team endlich Taten sehen und vor allem keine defensive Passivität mehr erleben.

Eching – Nicht viele hätten damit gerechnet, dass der TSV Eching mit seinem nicht allzu namhaften Kader nach der ersten Woche Punktspielbetrieb so etwas wie die Spektakel-Abteilung ist. Sechs Tore in drei Spielen ist der drittbeste Wert der Liga und acht Gegentore der zweifelhafte Spitzenwert. Vor dem Gastspiel bei Lieblingsgegner ASV Dachau (Samstag, 15 Uhr) hätte Trainer Willi Kalichman gerne einmal etwas weniger Unterhaltungswert, aber dafür drei Punkte.

„Es ist schon verrückt, was wir da fabrizieren“, sagt Kalichman und blickt vor allem auf die Defensive, die er eigentlich mit drei Sechsern in den ersten Spielen stärken wollte. Der Rekord von acht Gegentoren, stolzen 2,66 im Durchschnitt, ärgert ihn sehr. Auch das verspielte 2:0 gegen Türkgücü-Ataspor sagte er voraus. In der Kabine war Kalichmans Botschaft, dass die defensive Passivität nicht gut gehen könnte.

Nur war Eching nach der Pause noch wehrloser. Selbst Marko Juric, von seinem Typ her ein Kämpfer, zuckte am Ende mit den Schultern und sagte seinem Coach, dass er mit aggressiven Zweikämpfen keine Zeichen setzen konnte . Wie seine Nebenleute kam er nicht einmal den Kontrahenten so nahe, dass an einen Zweikampf zu denken war. „Vielleicht verlässt sich bei uns der eine zu sehr auf den anderen“, schimpft der Trainer, der „nun an das Eingemachte gehen“ wird.

Kalichman braucht neue Leute in seiner Abwehr, die noch weit von Landesligatauglichkeit entfernt ist. Da der gegen Türkgücü phasenweise überforderte Ante Basic jetzt in Urlaub ist, braucht es eh einen neuen Linksverteidiger. Neuzugang Jan Strehlow dürfte in das Team kommen ebenso wie der Ex-Freisinger Christian Trasberger. Kalichman will den Neuen im Zentrum bringen, weil der 27-Jährige robust im Zweikampf ist und auch lautstark dirigieren kann.

In der Offensive deutet sich an, dass Yakhya „Hansi“ Diop nach drei starken Jokerauftritten von Beginn weg auf der rechten Seite flitzen darf. Für ihn könnte Hassan Aden eine Pause bekommen. Die Angreifer haben zwar jedes Spiel mindestens zwei Treffer gemacht, in den letzten 20 Sekunden des 2:2 gegen Türkgücü jedoch Minuspunkte gesammelt: Bei einem Konter Vier gegen Eins kam eine halbe Chance heraus.

Für den ersten Saisonsieg der ASV Dachau herhalten. Sechs Siege, drei Unentschieden und eine Niederlage sprechen für Eching. Kalichman möchte nun aber Taten seines Teams sehen: „Die Bilanz spricht für uns, aber das reicht nicht aus.“

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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