5:1 gegen Ismaning: Pullach schießt sich den Frust von der Seele

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Der SV Pullach kann also doch noch siegen, und wie! Nach vier Remis in Folge schoss sich der Bayernliga-Primus im Heimspiel gegen den FC Ismaning den Frust mit einem 5:1 (2:1) von der Seele.

Frank Schmöller äußerte zunächst sein Mitgefühl für Xhevat Muriqi, seinen alten Freund und Co-Trainer aus früheren Ismaninger Zeiten, der inzwischen das sportliche Sagen beim FCI hat: „Mir tut es leid für ihn, er hat jetzt vermutlich keine so gute Woche.“ Für die Gäste war es die dritte Niederlage und das siebte sieglose Spiel in Folge. Schmöllers Pullacher fanden hingegen endlich wieder in die volle Erfolgsspur und der Coach gab zu: „Dieser Sieg tut der Mannschaft und den Trainern nach den vier Unentschieden besonders gut. Und er ist auch eine Bestätigung unserer Entscheidungen.“

Schmöller hatte nämlich umdisponiert. Torjäger Chaka Ngu’Ewodo blieb draußen, Tim Sulmer rückte nach vorne in die Spitze, Daniel Leugner aus dem Abwehrzentrum ins Mittelfeld, Innenverteidiger Niklas Mooshofer feierte seine Pflichtspiel-Premiere im Jahr 2016. Nach 17 Sekunden zeigte die Rotation erste Wirkung, allerdings eine unerwünschte: Tobias Killer schloss Ismanings ersten Angriff mit dem 0:1 ab, noch kein Pullacher hatte den Ball berührt. „Die Abstimmung hat da ein bisschen gefehlt, für Niki, der es insgesamt sehr gut gemacht hat, war es ja das erste Spiel nach seinem Kreuzbandriss im Februar“, räumte Schmöller ein, dass der Umbau „ein Risiko“ war. Doch sein Team ersparte ihm weitere Diskussionen in diese Richtung. „Nach so einem frühen Gegentor gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder es geht den Bach runter oder es folgt eine Reaktion. Und die hat die Mannschaft gezeigt.“

Die Raben schüttelten sich kurz und drehten schon Mitte des ersten Durchgangs die Partie. Nach Andreas Roths Balleroberung passte Christoph Dinkelbach auf Tim Sulmer, der an Torwart Johann Hipper scheiterte, aber vom abgewehrten Ball so am Körper getroffen wurde, dass die Kugel ins Tor hoppelte (23.). War beim Ausgleich noch ein bisschen Glück im Spiel, so war das 2:1 einfach nur ein cleverer Geniestreich von Roth, der nach einem weiteren Ismaninger Fehler aus 40 Metern exakt über Hipper hinweg und genauso präzise unter die Latte traf (27.). „Besser hätte es für uns nicht anfangen können, aber dann liegen wir nach zwei Ballverlusten hinten“, haderte Muriqi mit dieser Wendung der Partie. Eine Chance hatte sein Team noch, um zurückzuschlagen: Mijo Stijepic scheiterte an SVP-Keeper Michael Hofmann (31.).

Doch der Rest des Spiels gehörte den Raben, für die Leugner nach einer Roth-Ecke zum 3:1 traf (53.), das in Verbindung mit der Roten Karte für den hart einsteigenden Ismaninger Muhammed Aladdinoglu (55.) vorentscheidend war. Dinkelbach nach Sulmer-Vorarbeit (61.) und Roth per Abstauber (81.) sorgten für den Endstand. „Meine Mannschaft hat es sehr ruhig und souverän runtergespielt. Der Ausgleich und dann noch die Führung vor der Pause waren natürlich wichtig. Und beim 3:1 mit einem Mann mehr war es eigentlich klar. Wenn wir es noch besser ausgespielt hätten, wäre ein Debakel für Ismaning möglich gewesen“, resümierte Schmöller. Ein höherer Sieg wäre mit Blick auf Freund Muriqi aber gar nicht in seinem Sinne gewesen: „Ich bin froh, dass das ausblieb.“ 

SV Pullach – FC Ismaning   5:1 (1:1)

SV Pullach: Hofmann - Purschke, Mooshofer (82. Meißner), Benede, Beierkuhnlein, Hutterer, Dinkelbach, Bauer (77. Duswald), Leugner, Roth, Sulmer (73. Ngu’Ewodo)

Tore: 0:1 Killer (1.), 1:1 Sulmer (23.), 2:1 Roth (27.), 3:1 Leugner (53.), 4:1 Dinkelbach (61.), 5:1 Roth (81.) Rot für Ismanings Aladdinoglu (55., grobes Foulspiel).

Text: Umberto Savignano

 

Quelle: fussball-vorort.de

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