Start in die Bayernligasaison

FCU gelassen trotz unrunder Vorbereitung

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Wiedersehen nach drei Jahren: Ein Derby Unterföhring (Uwe Schlottner; l.) – Ismaning (Malcom Olwa) gab es letztmals in der Saison 2013/14.

FC Unterföhring - Vier Jahre Bayernliga mit vier einstelligen Tabellenplätzen zeugen von beeindruckender Kontinuität.

Der Vorjahresfünfte FC Unterföhring strebt heuer die obere Tabellenhälfte mit verhaltenem Blick Richtung Aufstiegsplätze an, auch wenn die Saisonvorbereitung nicht wirklich rund verlief.

Als in der vergangenen Saison der SV Pullach seinen Aufstiegsverzicht erklärte, war Unterföhring mittendrin im Rennen um die Relegation zur Regionalliga, bis zur Abweisung des Lizenzantrags. Hinter den Kulissen bastelt der Verein daran, um die Zulassung zur vierhöchsten deutschen Spielklasse zu bekommen. Trainer Andreas Pummer wischt das Thema erst mal vom Tisch: „Wir starten mit null Punkten in die Liga und brauchen uns nicht über die Regionalliga unterhalten.“

Der Coach deutet aber an, gerne „eine ähnliche Rolle in der Liga wie vergangene Saison“ spielen zu wollen. Die Unterföhringer haben einen kaum veränderten Kader, der das Potenzial für die erweiterte Spitzengruppe in der Bayernliga hat. Allerdings müssen mit Linksverteidiger Patrick Irmler und Offensiv-Regisseur Daniel Jungwirth zwei Stammspieler ersetzt werden.

Pummer macht deutlich, das Jungwirth eine Lücke reißt, zumal der erfahrene Arthur Kubica noch ein paar Wochen braucht, bis er richtig angreifen kann. Der Coach will aber nicht jammern, sondern aus den jungen Spielern Shootingstars machen: „Wenn eine Tür geschlossen wird, dann öffnet sich auch irgendwo ein Fenster. Es ist im Kader drin, den nächsten Bekiroglu und Vrenezi zu formen.“ Die beiden Spieler kamen als Nobodys und gingen zum FC Augsburg mit dem Traum vom Profifußball.

In das Derby heute (19 Uhr) gegen den FC Ismaning gehen die Föhringer mit einigen Fragezeichen, nachdem die Vorbereitung wegen Verletzten und Urlaubern sehr zäh verlief. Erst in dieser Woche waren wieder alle Mann an Bord. Mr. Gelassenheit Pummer nimmt aber auch das mit fast stoischer Ruhe hin. Das Team müsse sich erst einmal vom Tabellenkeller fern halten und sich in den nächsten Wochen weiterentwickeln. Als Spieler und Trainer kennt er auch den trügerischen Frieden einer Vorbereitung: „Wir haben hier schon absolute Top-Vorbereitungen absolviert, höherklassige Gegner besiegt und dann die ersten Ligaspiele verloren.“ Deshalb ist er auf holprige erste Partien vorbereitet, geht aber zuversichtlich in die fünfte Bayernliga-Saison des FCU. Horror-Szenarien finden bei ihm ebenso wie Regionalliga-Träume derzeit nicht statt. Die Mannschaft hat es in der Hand, über was im Verein gesprochen wird.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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