Toto-Pokal

SCF gewinnt Elferkrimi beim TSV West

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Verbissen im Zweikampf:_West-Matador Ahmet Dirik (l.) wird von SCF-Youngster Yannik Demmer gebremst.

SC Fürstenfeldbruck – Ausgerechnet Torjäger Muzzi Gür hat es gestern Abend nicht auf den Punkt gebracht.

Der Torjäger von Kreisliga-Aufsteiger TSV West scheiterte beim Nordgruppen-Halbfinale im Elferduell an dem unmittelbar vor Ende der regulären Spielzeit (1:1) eingewechselten Stammkeeper des SC Fürstenfeldbruck. Dank Torwart Maximilian Knobling trifft der Landesliga-Absteiger nun im Endspiel der regionalen Vorstufe zum DFB-Pokal auf den dann gastgebenden SC Gröbenzell (ein Termin steht noch nicht fest).

Gerade noch an der Blamage vorbeigeschrammt ist das Bezirksliga-Schlusslicht vom SC Fürstenfeldbruck gestern Abend vor rund 100 Zuschauern in der benachbarten West-Arena. Nach 90 Minuten war das Stadtderby noch ausgeglichen. Wie schon beim Cup-Derby zuvor beim FC Emmering mussten die blau-gelben Favoriten der einstigen Fußball-Nummer-Eins im Landkreis auch bei den Westlern nachsitzen. Und wie schon in Emmering ahnte SCF-Trainer Michael Westermair, dass es auf ein Elfmeterschießen hinauslaufen würde. Acht Minuten vor Schluss wechselte er deshalb für Torhüter Cesim Türkkalesi seinen Stammkeeper Maximilian Knobling ein. Eine Maßnahme, die sich auszahlte, denn Knobling wehrte zwei Strafstöße ab – auch den entscheidenden gegen West-Kapitän Muzzi Gür.

Dennoch konnten die Kreisligisten erhobenen Hauptes ihre Heim-Arena verlassen, denn sie haben den eine Klasse höher spielenden großen Bruder aus der Kreisstadt mit einer Not-Elf mehr als in Verlegenheit gebracht. Mauro LaTorre, der Vater des in Günzlhofen spielenden Leo, brachte die Leistung des SCF auf den Punkt: „Ich habe die Brucker noch nie so schwach gesehen.“ Wolfgang Mühlbauer, ein weiterer Stamm-Westler, meinte: „Mit der Leistung werden die Brucker die Bezirksliga nicht überstehen.“

Ganze 20 Minuten dominierte der Favorit von der Klosterstraße und ging auch mit 1:0 in Führung durch Valentin Batzer. Im weiteren Verlauf aber lösten sich die Westler und kamen ihrerseits zu guten Chancen. Eine Flanke von Muzzi Gür köpfte schließlich Bajram Rexhepi zum 1:1-Ausgleich ins Brucker Tor. Nach dem Wiederanpfiff prüfte zunächst Andreas May seinen eigenen West-Keeper, dann hatte Fabian Friedl Pech mit einem Wembley-Tor. Die aufopferungsvoll kämpfenden Außenseiter blieben stets durch ihren schnellen Ahmet Dirik bei Kontern gefährlich. Allerdings hätte Ahmet Dirik nach einer Tätlichkeit gegen einen SCF-Spieler bereits in der ersten Halbzeit die Rote Karte sehen müssen. Doch Schiri Benjamin Sölch ließ Gnade vor Recht ergehen. So fiel das Fazit von Sieger-Trainer Westermair eher nüchtern aus: Wir haben überlegen gespielt, auch mehr Ballbesitz gehabt, aber uns letztlich zu wenig Torchancen herausgespielt.“

Text: Dieter Metzler

Quelle: fussball-vorort.de

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