Kopf der Woche

Die Gründe für den Rücktritt von Klaus Seidel beim TSV 1860 Rosenheim

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Klaus Seidel ist nicht mehr Trainer des TSV 1860 Rosenheim.

TSV 1860 Rosenheim - Der Rücktritt, so beteuert man in Rosenheim, habe nichts, aber auch gar nichts damit zu tun, dass die Mannschaft seit sechs Wochen sieglos ist und damit nach zwischenzeitlichem Höhenflug der Abstiegszone wieder gefährlich nahe gekommen ist.

„Private und berufliche Gründe“ hätten Trainer Klaus Seidel zu diesem Schritt bewogen, schließlich sei es „intensiv und zeitaufwendig“, als reiner Amateurverein gegen Teams zu bestehen, die „mit Profis spielen, hauptamtliche Trainer und Funktionäre haben“. Seidel kann auf ein sensationelles Jahr zurückblicken, im Winter hat er die Mannschaft auf Platz fünf der Bayernliga übernommen, über die Relegation in die Regionalliga geführt und bewiesen, dass man dort auch mit relativ bescheidenen Mitteln mithalten kann.

Das aber kostet Kraft. Die Seidel nun nicht mehr aufbringen kann, wie der Verein mitteilt. Wie sehr man seine fachlichen Qualitäten schätzt, zeigt die Absicht, Seidel „in anderer Funktion“ einzubinden. Der frühere Jugend-Nationalspieler der Münchner Löwen hat schon mal erfolgreich im Nachwuchs gearbeitet, hat den damals 14-jährigen Bastian Schweinsteiger vor dessen Wechsel zu den Bayern geformt und seine Teams in hohen Ligen etabliert. Die einst so gerühmte Rosenheimer Jugendarbeit bräuchte frischen Wind, die U19 spielt nur noch in der drittklassigen Landesliga, die U17 gar in der viertklassigen BOL und die U15, einstiges Prunkstück, droht direkt in die Kreisliga durchgereicht zu werden. Das hätte es unter Seidel nie gegeben, da spielte man munter mit im Konzert der Großen.

Text: Reinhard Hübner

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Quelle: fussball-vorort.de

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