Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte

Günther Grübl: Ein Vierteljahrhundert Buchbacher Abteilungsleiter

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Günther Grübl.

TSV Buchbach - Helmut Kohl war Bundeskanzler, Michael Schuhmacher debütierte in der Formel 1 und der 1. FC Kaiserlautern feierte die Deutsche Fußball-Meisterschaft.

Weit ab von großen Ereignissen übernahm 1991 ein junger Mann namens Günther Grübl die Leitung der Fußball-Abteilung beim TSV Buchbach, der gerade in die C-Klasse abgestiegen war. 25 Jahre später ist der damals 31-Jährige immer noch Abteilungsleiter der Rot-Weißen, die in diesem Vierteljahrhundert einen unglaublichen Siegeszug antraten und jetzt bereits die fünfte Saison in der Fußball-Regionalliga Bayern spielen. „Ich war damals selber noch Spieler in Weidenbach, als Albert Kerbl mich fragte, ob ich das Amt übernehmen wolle“, erinnert sich Grübl, der sich daraufhin ein Konzept zurecht gelegt hat: „Ich habe als erste Amtshandlung die zweite Mannschaft abgemeldet – und ein Jahr später unter anderen Voraussetzungen wieder angemeldet. Vor unpopulären Maßnahmen habe ich mich nie gescheut, wenn ich überzeugt war, dass es richtig für den Verein sei.“ Die Weggefährten der ersten Stunde haben Grübl über viele Jahre begleitet und sind größtenteils noch heute mit an Bord.

„Uns ist nichts in den Schoß gefallen. Und es gab natürlich auch Rückschläge, aber die haben wir wegge- steckt und sind dann aus diesen Situationen gestärkt hervorgegangen.“ Sieben Spielklassen haben die Buchbacher unter Grübls Führung in wenigen Jahren überwunde n und in den Anfangsjahren einen deutschen Rekord von 75 ungeschlagenen Spielen aufgestellt. Nach zwei Jahren Kreisliga gelang 1999 der Sprung in die Bezirksliga Os. Spätestens zu diesem Zeitpunkt schien das Ende der Fahnenstange erreicht. Doch der Buchbacher Weg war trotz aller Unkenrufe noch längst nicht zu Ende. Nach einem nicht für möglich gehaltenen Siegeszug durch die damalige Bezirksoberliga fand sich der TSV Buchbach 2004 plötzlich in der Landesliga wieder, vier Jahre später ging es rauf in die Bayernliga, und seit 2012 ist Buchbach in der vierthöchsten deutschen Liga, der Regionalliga Bayern. Bobenstetter war nur beim Sprung von der Landes- in die Bayernliga nicht dabei, alle anderen Aufstiege gingen auf sein Konto. Grübl: „Wir sind als Kinder zusammen aufgewachsen. Wir sind Freunde und arbeiten gleichzeitig seit 17 Jahren zusammen für den TSV Buchbach. Das ist nicht normal im Fußball, aber das ist auch ein Garant für unseren Erfolg.“ Auf dem Weg zum Erfolg gab es auch außerhalb des Platzes zahlreiche Hürden zu überspringen. Der Abteilungsleiter denkt an so manche Herausforderungen, die zu bewältigen waren: „Wir sind immer wieder an Grenzen gestoßen und gegen Mauern gerannt. Und auch in Zukunft werden Themen auf uns zukommen, die uns fordern. Aber ich kann etwas durchdrücken, wenn ich weiß dass ich die Rückendeckungen meiner Mitstreiter habe.“

Text: Michael Buchholz

Quelle: fussball-vorort.de

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