Manndeckung für Bigalke

Haching kann sich nur noch selbst schlagen

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Haben gut lachen: Torschütze Markus Einsiedler und Präsident Manfred Schwabl. Der Spieltag war wie gemacht für die SpVgg Unterhaching.

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching lässt sich im Oberbayern-Derby gegen den SV Wacker Burghausen von einem eigenartig Gegner nicht beeindrucken und gewinnt mit 2:0 (0:0).

Unbeirrt ziehen die Hachinger weiterhin ihre Kreise an der Tabellenspitze der Regionalliga Bayern, wo die Hachinger mittlerweile einen Vorsprung von neun Punkten auf die beiden ersten Verfolger FC Bayern II und TSV 1860 II haben. Nach zehn Siegen und zwei Unentschieden beeindruckt das auch die Konkurrenz.

Zumindest auf die vor der Saison ebenfalls als potenzieller Meisterschaftskandidat gehandelten Burghauser machten sie so einen starken Eindruck, dass die Mannschaft von Uwe Wolf eine ganz eigenartige Taktik für die Partie gewählt hatte. Hachings Sascha Bigalke wurde in Manndeckung genommen und von Philipp Knochner auf Schritt und Tritt verfolgt. „Der hat einen Schatten bekommen“, schmunzelte SpVgg-Trainer Claus Schromm. Die Taktik des Gegners ging, wenn überhaupt, nur phasenweise auf. Schromm bedachte seine Mannschaft ob dieser Geduld eines Sonderlobes. „Die Jungs haben sich nicht vom Weg abbringen lassen und haben es in der zweiten Halbzeit sehr gut gemacht. Der Sieg ist ein richtig großer Schritt für uns. Vor einem Jahr hätten wir so ein Spiel wahrscheinlich noch nicht gewonnen, weil der Gegner uns da vielleicht auf einen anderen Plan gebracht hätte“, sagte Schromm.

Burghausen musste am Ende hingegen kapitulieren. Von Wolf gab es zynisches Fazit. „Ich darf Haching heute zur Meisterschaft gratulieren. Ich wünsche schon mal alles Gute für die Aufstiegs-Relegation“, sagte Wolf. Die SpVgg musste im Derby vor 2000 Zuschauern im Unterhachinger Sportpark gleich von Beginn an mit viel Körpereinsatz gegen bissige Burghauser dagegenhalten. Gleich nach vier Sekunden wurde Hachings Rechtsverteidiger Maximilian Bauer von seinem Gegenüber Benjamin Kindsvater bei einem langen Ball mit vollem Karacho über den Haufen gerannt. Mittelfeldspieler Ulrich Taffertshofer beendete das Spiel nach einer Platzwunde am Kopf mit einem Turban als Verband.

Haching hielt in den hart geführten Zweikämpfen freilich gut dagegen. „Wir wussten schon vor dem Spiel, dass es ein hartes Spiel wird. Wenn wir unser Spiel durchziehen, dann kann uns fast gar keiner schlagen“, sagte Hachings Mittelfeldmann Ulrich Taffertshofer.

In der ersten Hälfte ging der Plan noch nicht auf. Zwar verbuchte die Heimelf nach Möglichkeiten von Bigalke (17.), Stephan Hain (24.), Max Dombrowka (27., 45.+3) und Bauer (45.) ein Chancenplus gegenüber den Gästen, die zweimal den Weg vor das Hachinger Tor fanden (26., 38.). In der zweiten Hälfte erhöhte sich bis auf eine kurze Drangphase der Gäste, in der Hachings Torwart Stefan Marinovic zweimal eingreifen musste (68., 79.), die Überlegenheit. Logische Konsequenz waren zwei Tore der Heimelf: Aus dem Gewühl heraus traf der gut aufgelegte Jim-Patrick Müller im Nachsetzen zum 1:0 (47.). Der eingewechselte Markus Einsiedler setzte mit dem 2:0 nach einem Freistoß (72.) noch einen oben drauf. So konnten es sich die Rot-Blauen in der zweiten Hälfte erlauben, dass der mit Oberschenkelproblemen kämpfende Hain (58.), Taffertshofer (77.) und Luca Marseiler bei einem zu ungenauen Querpass zu Einsiedler (87.) gute Chancen liegen ließen.

Text: Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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