Schweinfurt zu Gast

Haching will nach DFB-Pokal den Schalter wieder umlegen

+
Im DFB-Pokal gegen den FSV Mainz setzte sich Stephan Hain mit zwei Toren prächtig in Szene. Gelingt ihm das auch im Liga-Alltag wieder?

SpVgg Unterhaching - Nach der starken Leistung im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten FSV Mainz gilt die Konzentration der Spieler wieder voll der Regionalliga Bayern.

Nach dem knappen Aus im DFB-Pokal gegen den 1. FSV Mainz 05 beginnt an diesem Samstag mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt wieder der graue Liga-Alltag für die SpVgg Unterhaching. Anstatt gegen einen Europa-League-Qualifikanten, muss sich der Tabellenführer der Regionalliga Bayern diesmal vor wesentlich kleinerem Publikum im Unterhachinger Sportpark einem wesentlich kleineren Gegner erwehren. Für Hachings Kapitän Josef Welzmüller ist das kein Problem. „Jeder von uns weiß, dass die Liga für uns sehr wichtig ist. Deswegen werden wir den Schalter auch wieder umlegen können“, meint der Innenverteidiger.

Das große Erlebnis gegen Mainz gehört laut SpVgg-Trainer Claus Schromm bereits der Vergangenheit an und ist aus den Köpfen. „Natürlich waren die Jungs nach dem Spiel enttäuscht, aber wir haben das Pokalaus abgehakt und können stolz auf diese Leistung gegen einen Bundesligisten sein. Nun konzentrieren wir uns voll und ganz auf das anstehende Spiel gegen Schweinfurt und unsere Mission in der Liga“,sagt Schromm.

Die Aufgabe gegen den Verfolger aus Schweinfurt dürfte sich nicht ganz einfach gestalten. Der Tabellenvierte ist mit großen Vorschusslorbeeren in die Saison gestartet und hat bis dato zum größten Teil das eingehalten, was viele Experten vorausgesagt haben: nämlich Erfolge. Von einem Zwischentief mit zwei Niederlagen in Serie (1:2 gegen Nürnberg II und 0:3 gegen Illertissen) haben sich die „Schnüdel“ wieder erholt und spielen in diesem Jahr wie erwartet vorne mit. Die Mannschaft, sie sich sowohl vor der Saison als auch zuletzt vor wenigen Tagen mit dem erfahrenen Drittliga-Spieler Lukas Billick von Eintracht Trier verstärkt hat, dürfte Hachingern mehr Paroli bieten als so manch anderer Gegner. Wie es um die Stärke der Unterfranken um Trainer Gerd Klaus bestellt ist, weist Schromm noch einmal hin: „Schweinfurt hat sich vor der Saison sehr gut verstärkt und plant den Angriff auf die Spitze. Sie haben verdammt viel Qualität in ihren Reihen und wir wissen, was uns da erwartet“, analysiert Claus Schromm“, sagt der Fußballlehrer, der weiterhin auf die langzeitverletzten die langzeitverletzten Dominic Reisner (Hüft-OP) und Matthias Fichtner (Kreuzbandriss) verzichten muss.

Werden die Schweinfurter also die Ersten sein, die den Hachingern in ihrem siebten Saisonspiel in dieser Saison erstmals ein Bein stellen werden? Welzmüller geht nicht davon aus, dass die Schweinfurter, die den Ex-Hachinger Marius Willsch in ihren Reihen haben, das tun. Nachlassen kommt bei der aktuell komfortablen Tabellenkonstellation für Welzmüller nicht infrage. Als Motivation für weitere Siege nimmt der Abwehrmann den Vorjahres-Meister Jahn Regensburg als Vorbild. Die in die 3. Liga aufgestiegenen Regensburger hatten im Vorjahr in der Regionalliga Bayern in den ersten zehn Spielen zehn Siege eingefahren. „Das sollte unser Etappenziel sein, dass wir auch zehn Spiele lang eine weiße Weste haben“, sagt Welzmüller.

SpVgg Unterhaching: Marinovic – Bauer, Welzmüller, Winkler, Dombrowka – Piller, Taffertshofer, Stahl, Steinherr – Hain, Bigalke

Text: Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Karriereende mit 27! Wenningers Körper will nicht mehr
Karriereende mit 27! Wenningers Körper will nicht mehr

Kommentare