Teilnahme im DFB-Pokal ist fix

Hachinger Party im Grünwalder

+
Bedröppelte Löwen, jubelnde Hachinger: Stimmungs-Gegensätze beim Regionalliga-Derby, dass die SpVgg 4:2 gewinnt und sich nebenbei darüber freut, auch nächste Saison wieder im DFB-Pokal mitzumischen.

SpVgg Unterhaching - Doppelter Feiertag für die SpVgg Unterhaching: Seit Samstag ist fix, dass der Regionalligist auch kommende Saison im DFB-Pokal dabei ist. Zudem gelang mit dem 4:2-Sieg beim TSV 1860 München II das Ende einer kleinen Negativserie.

Nachdem die Spieler auf dem Rasen schon mit ihrer kleinen Party vor ihren Fans im Grünwalder Stadion begonnen hatten und sich endlich in die Kabine bequemten, wurde es auch dort etwas lauter als sonst üblich. Das lag am Ergebnis aus Würzburg, das durchgesickert war. Die Kickers hatte den letzten nötigen Punkt geholt, die Verfolger gepatzt, was bedeutet: Der Aufsteiger sicherte sich Platz drei in der Dritten Liga, gleichzeitig einen Platz in der ersten Pokalrunde. Damit ist Haching als Würzburgs Gegner im Toto-Cup-Finale automatisch auch mit dabei. „Das große Ziel ist erreicht, das macht den Nachmittag umso geiler“, freute sich Kapitän Josef Welzmüller völlig losgelöst. Auch Trainer Claus Schromm war „froh über den Sieg heute“, aber noch ein Stück froher, „dass wir wieder auf der Bühne DFB-Pokal dabei sind“.

Fast schon vergessen war da das gerade zu Ende gegangene Spiel gegen die U21 der Münchner Löwen, das mit sechs Toren und einem Unterhachinger Sieg zumindest den Gästeanhängern unter den 1454 Zuschauern gute Unterhaltung bei bestem Wetter geboten hatte. Die SpVgg holte auswärts nach zwei Pleiten in Folge wieder Punkte und punktete auch im vierten Regionalliga-Derby der Saison. Für Mittelfeldspieler Ulrich Taffertshofer war es nach seinem Abschied von den Löwen vor vier Jahren der erste Sieg im Grünwalder überhaupt nach sechs vergeblichen Anläufen mit Burghausen und dem 1:1 der Hachinger im Auswärtsspiel gegen den FC Bayern II. „Fühlt sich gut an“, grinste der 24-Jährige.

Mit einem guten Gefühl beendete auch Stürmer Markus Einsiedler nach 60 Minuten seinen Arbeitstag. Mit zwei Toren legte der 27-Jährige den Grundstein für den Sieg. Es waren seine Saisontreffer Nummer acht und neun in der Liga, zudem steuerte er drei im DFB-Pokal bei. In den letzten drei Partien traf Einsiedler regelmäßig und ist wieder die Nummer eins der internen Torjägerliste. Am Samstag brauchte er gerade vier Minuten für den ersten Treffer. Nach einem Kopfball von Sebastian Koch an die Latte köpfte er im Nachsetzen das 0:1. In der 21. Minute konnte 1860-Keeper Netolitzky einen Schuss von Maximilian Bauer nur abklatschen, wieder stand Einsiedler für den Nachschuss bereits, das 1:2.

Zuvor hatte Katidis mit einem 15-Meter-Schuss ausgeglichen (10.), Einsiedler nach einem Konter knapp übers Tor geschossen, zudem Aigner nach einem Schuss von Welzmüller auf der Linie geklärt.

Es war ein interessantes Match im Grünwalder Stadion, in dem die SpVgg unheimlich locker zu Werke ging und teilweise vor Einsatzfreude geradezu sprühte. Bis zur Pause ergaben sich für Einsiedler und Thomas Steinherr weitere gute Chancen, nach dem Wechsel eine weitere Handvoll. Der eingewechselte Vitalij Lux traf unter Mithilfe der Löwen-Abwehr zum 1:3 (68.). Nach dem 2:3 wie aus dem Nichts durch einem Kopfball von Seferings stellte Alexander Piller nach toller Vorarbeit von Innenverteidiger Alexander Winkler den Endstand her.

„Wir hätten noch ein, zwei Tore mehr machen müssen“, sagte Taffertshofer, „aber insgesamt war das Ergebnis schon okay, nachdem wir zuletzt gut gespielt, aber Punkte liegengelassen haben.“ Auch Kapitän Welzmüller fand es „wichtig, dass wir uns nach den letzten Ergebnissen belohnt haben. Aber vier Tore sind zu eigentlich wenig und die zwei Gegentore hinten zu viel.“ Angesichts der Nachrichten aus Würzburg gingen diese Mängel aber schnell in der Hachinger Partystimmung unter.

Text: Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Sulmer bekennt sich zum SV Pullach
Sulmer bekennt sich zum SV Pullach
Kupka und sein Kampf für den Amateurfußball
Kupka und sein Kampf für den Amateurfußball
Hürzeler: "Würde Höß gerne seinen Traum erfüllen"
Hürzeler: "Würde Höß gerne seinen Traum erfüllen"
Tomic-Volley im Video: Bayern-Treffer des Monats als Weihnachtsgeschenk?
Tomic-Volley im Video: Bayern-Treffer des Monats als Weihnachtsgeschenk?

Kommentare