SpVgg in Seligenporten nur Remis

Hachings Siegesserie reißt im zehnten Saisonspiel

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Seppi Welzmüller stand in Seligenporten auf dem Feld und ist damit fit für das Spitzenspiel am Dienstagabend gegen den FCB II.

SpVgg Unterhaching - Erstmals in dieser Saison hat die SpVgg Unterhaching Punkte liegen gelassen: Beim SV Seligenporten mussten sich die Hachinger mit einem mageren 0:0 begnügen. Nach zuvor neun Siegen in Serie bedeute die Punkteteilung für die Hachinger erstmals nicht die volle Punkteausbeute.

Dass im zehnten Spiel nicht der zehnte Sieg in Serie folgte und nur ein Punkt anstatt drei Zählern heraussprang, resultierte aus einer mangelnden Chancenauswertung bei den Rot-Blauen. Im Vergleich zu den torreichen Partien zuvor zeigten sich die Hachinger vor dem Tor diesmal nicht treffsicher. Stephan Hain (15., 16.), Sascha Bigalke (47., 73.) und Thomas Steinherr (77.) ließen gute Gelegenheiten zu einem Tor aus. In Überzahl nach einer Gelb-Roten Karte für Seligenportens Patrick Hobsch (77.) sprang bei den Rot-Blauen auch nichts mehr Zählbares heraus.

„Wir haben uns in den ersten 20 Minuten schwergetan, was das Offensivspiel anbetrifft. Da waren wir sehr hektisch und ungeduldig. Das war schade, weil wir da ein bisschen Zeit liegen haben lassen. Danach sind wir besser ins Spiel gekommen und haben in der ersten Halbzeit auch die eine oder andere Chance gehabt“, sagte der Hachinger Cheftrainer Claus Schromm zum ersten Unentschieden der Saison.

Für manchen Spieler war das Remis eher enttäuschend, wie für Thomas Steinherr: „Da war viel mehr drin. Ein sehr unglückliches 0:0. Wir hatten die Chancen, auch ich in der zweiten Halbzeit. Wir hatten uns mehr erhofft. Wir haben einen Punkt und wie sind noch ungeschlagen. Aber wie gesagt: wir wollten gewinnen, das ist ganz klar!“

Die Siegesserie des souveränen Tabellenführers der Regionalliga Bayern ist bei den zuvor vier Mal in Serie erfolgreichen „Klosterern“ also gerissen. Schromm nahm es gelassen, dass sein Team erstmals den Platz nicht als Sieger verlassen hatte. Angesichts der verpassten Möglichkeiten auf einen Treffer und den zwei vorhandenen Großchancen der Heimelf auf den „Lucky Punch“ (56., 75.), sieht der Fußballlehrer im Unentschieden eher einen Punktgewinn als Verlust von Zählern. „Grundlegend ist es normal, dass man auch mal Unentschieden spielt. Unter dem Strich steht: Wenn man keine Torchance reinmacht, sollte man mit einem 0:0 sehr glücklich sein.“

Am Spieltag hatten Hachings ärgste Verfolger ihre Partien jeweils mit 2:1 gewonnen. Sowohl der Tabellenzweite vom TSV 1860 München II gewann sein Auswärtsspiel beim 1. FC Schweinfurt 05 als auch der Dritte vom FC Bayern II war gegen den FC Memmingen erfolgreich.

Der Vorsprung des Spitzenreiters auf 1860 (fünf Punkte) und auf die Bayern (sieben Punkte) ist zwar nun wieder etwas geschrumpft, bleibt aber dennoch komfortabel. In diesem Zusammenhang blicken die Hachinger gespannt auf die Nachholpartie des fünften Spieltages am morgigen Dienstag (19 Uhr) bei den Amateuren des deutschen Rekordmeisters. Nur wenn die Hachinger in ihrem elften Saisonspiel im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße in München das erste Mal verlieren sollten, dürfte der Kampf um die Meisterschaft vorerst wieder etwas enger werden.

Aus personeller Sicht sieht es bei den Unterhachingern für das Derby gut aus. Der angeschlagene Josef Welzmüller konnte in Seligenporten spielen. Zudem verletzte sich kein Hachinger.

Fussball Vorort ist am Dienstagabend im Grünwalder Stadion dabei und berichtet im Live-Ticker.

Text: Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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