Verhindertes Spitzenspiel gegen Unterföhring

Heimstetten im Derby unter Druck

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Drei Niederlagen in vier Spielen: Der Saisonstart verlief für SVH-Trainer Baumgärtner wenig zufriedenstellend.

SV Heimstetten - Eigentlich ist das Spiel des FC Unterföhring gegen den SV Heimstetten nicht nur ein Derby, sondern auch ein Spitzenspiel. Doch am heutigen Mittwoch (19 Uhr) sind die Vorzeichen ganz anders.

Gastgeber Unterföhring ist nach einer schwachen Vorbereitung gerade erst wieder in die Spur gekommen und der Gast Heimstetten fährt nach drei Niederlagen in den ersten vier Partien der Bayernliga Süd als Außenseiter in den Norden. Heimstettens Coach Heiko Baumgärtner tut sich leicht, nach zuletzt zwei Niederlagen über die Aussichten zu sprechen. Sein Team trete als Underdog an und kümmert sich erst einmal darum, die spielerische Klasse der Unterföhringer zu bremsen. Baumgärtner warnt davor, alles schlecht zu reden, weil seine Mannschaft beim 1:2 zu Hause gegen Bogen auch Ansätze gezeigt habe, auf die man aufbauen kann. „Ein verschossener Elfmeter beim Stand von 1:2 ist aber Gift für den Kopf“, sagt der Trainer. Baumgärtner fordert von seinen Schützlingen „überall ein bisschen mehr“ – von der Leidenschaft über die mannschaftliche Geschlossenheit bis hin zur Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor.

Er deutet an, die Mannschaft nach neun Gegentoren in vier Spielen defensiver auszurichten. Der Spielerkader werde der gleiche sein wie zuletzt, aber eben möglicherweise mit anderer Startaufstellung.

Baumgärtner pokert mit dem Unterföhringer Trainer Andreas Pummer um die Wette. Letzterer verweist darauf, dass Michael Krabler und Leo Mayer zuletzt trotz guter Leistungen aus dem Team genommen wurden. Gegen Heimstetten ist es nicht unwahrscheinlich, dass der genesene Yasin Yilmaz wieder in die erste Elf kommt. Pummer nimmt die Favoritenrolle nicht einfach an, „weil wir gerade erst einmal 90 überzeugende Minuten gespielt haben“.

Außerdem habe der Nachbar SVH ein Topteam für die Bayernliga, „auch wenn sie dem Papier nach nicht so gut drauf sind“. Ein angeschlagener Kontrahent mache die Sache in einem Derby noch komplizierter.

Der Unterföhringer Trainer ist vor allem mit der Abwehr zufrieden, die bei zwei Auswärtssiegen nur ein Gegentor kassiert hat. Das ist auch ein Verdienst von Arijanit Kelmendi, der nach der Auftaktniederlage ins Team kam. „Er schiebt Sonderschichten en masse“, sagt der Trainer über den 21-jährigen Abwehrspieler, den die Unterföhringer beim Landesligisten FC Deisenhofen entdeckten. Er füllt fast problemlos die Lücke, nachdem der Liga-Topverteidigerder vergangenen Saison, Michael Eder, zuletzt wegen seines Studiums nicht mehr regelmäßig trainieren konnte. 

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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