Der Knoten ist geplatzt

Heimstetten fertigt Gundelfingen ab und schöpft Selbstvertrauen

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Torschütze Lopes bejubelt den ersten von vier Heimstettner Treffern.

SV Heimstetten - Zumindest für eine Nacht stand der SV Heimstetten in der Bayernliga Süd dort, wo er eigentlich hinwill: weit oben, auf Tabellenrang zwei.

Nun gut, es ist nur die Heimtabelle, die den SVH nach dem 4:0 über den FC Gundelfingen am Freitagabend gleich hinter dem Primus aus Pullach führt. Doch der Kantersieg dürfte dem Aufstiegsaspiranten dennoch viel Selbstbewusstsein geben, nachdem er bislang mehr schlecht als recht durch die ersten Saisonwochen gestolpert ist.

„Heute hat man schon beim Einlaufen gemerkt, dass die Spannung bei den Spielern da ist“, lobt Klubpräsident Ewald Matejka. „Wir haben konsequent den klaren, einfachen Ball gespielt und endlich mal den Kampf angenommen.“

Der Minutenzeiger hatte im Sportpark noch keine Umdrehung hinter sich, die Abendsonne strahlte noch vom Himmel, und SVH-Keeper Fabian Doubek hatte noch nicht einmal den Ball berührt – da wäre selbiger beinahe schon im Heimstettner Kasten gelegen. Doch Abwehrmann René Schäffer schob soeben noch sein Bein in den Schuss eines Gundelfingers. Und es ging munter weiter, fortan aber auf der anderen Seite des Feldes.

Dort nahm Hugo Lopes nach vier Minuten Maß, wobei sein Schuss vom Elfmeterpunkt wohl leichte Beute des Torhüters geworden wäre – hätte nicht ein Gäste-Schienbein den Ball abgefälscht. So nämlich trudelte die Kugel am verdutzten Keeper vorbei ins Netz: das zweite Tor für Rückkehrer Lopes, der auf der für ihn ungewohnten Sechser-Position überdies stärkster Spieler der ersten Hälfte war.

Die Chancen aber hatten andere. Etwa Daniel Steimel, der aus elf Metern direkt auf den Torwart zielte (18.). Oder Orhan Akkurt, der zehn Minuten vor der Pause gleich zweimal knapp per Kopf scheiterte. Zu diesem Zeitpunkt stand es freilich schon 2:0, weil der SVH einen Sebastiano Nappo hat, der seine Standards so zielgenau tritt, als habe er eine Fernsteuerung für den Ball. Nach 33 Minuten zirkelte der 20-Jährige einen Freistoß exakt zu Sebastian Paul, der aus kurzer Distanz locker einnickte. Einziger Wermutstropfen für Heimstetten im ersten Durchgang blieb somit die Verletzung von Andreas Giglberger, der nach einer halben Stunde vom Feld humpelte.

Nach dem Wechsel brauchten die Platzherren dann keine zwei Minuten, um dem Gäste-Trainer, dem Ex-Hachinger Francisco Copado, den Abend endgültig zu vermiesen. Diesmal vollendete Nappo einen feinen Spielzug mit dem 3:0. In der Folge hatte allen voran Orhan Akkurt die Chance, noch etwas für sein Torkonto zu tun. Doch stattdessen war es Lukas Riglewski, der mit einem famosen Schlenzer den 4:0-Schlusspunkt setzte. Patrik Stäbler

SV Heimstetten – FC Gundelfingen 4:0 (2:0)

SVH: Doubek, Schäffer, Paul, Hintermaier, Giglberger (29. Duhnke), Kubina, Lopes, Steimel, Riglewski (85. De La Motte), Nappo, Akkurt (88. Wellmann).

Tore: 1:0 Lopes (4.), 2:0 Paul (32.), 3:0 Nappo (47.), 4:0 Riglewski (73.).

Schiedsrichter: Tobias Wittmann (Altdorf)

Zuschauer: 180.

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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