Nach Kirchanschöring-Sieg

Heimstetten findet langsam in die Spur

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Rustikale Glückwünsche: Lukas Riglewski (l.) gratuliert Manuel Duhnke, Torschütze zum 1:0.

SV Heimstetten – Endlich. Der SV Heimstetten lieferte bei dem 2:1 (1:0)-Heimsieg gegen den SV Kirchanschöring einige Gründe, dass der stotternd gestartete Fußball-Bayernligist langsam in die Spur kommt.

Das knappe Ergebnis täuscht etwas über die überzeugende Leistung des SVH hinweg.

„Die erste Halbzeit war unsere bislang stärkste der ganzen Saison“, sagt Trainer Heiko Baumgärtner. Von seinen Schützlingen sah er einen kämpferisch wie läuferisch überzeugenden Auftritt, aber auch spielerische Glanzpunkte. Heimstetten hatte die Partie richtig gut im Griff und kam immer wieder zu Tormöglichkeiten. Bei einer Handvoll hundertprozentiger Chancen hätte ein 3:0 eher den Kräfteverhältnissen entsprochen.

Zumindest war der Führungstreffer der Gastgeber klasse herausgespielt. Nach einer Hereingabe von Andreas Giglberger nahm Manuel Duhnke den Ball direkt (15.). Orhan Akkurt vergab aus kurzer Distanz zwei Chancen, die er normalerweise nicht liegen lässt. Dazu gab es eine Szene, als die Heimstettner einen Handelfmeter monierten.

Nach dem Seitenwechsel brauchten die viel investierenden Gastgeber noch ein paar Minuten Zeit, um über die Pause hinaus weiter Luft zu holen. Aber auch in der Phase kontrollierte Heimstetten das Geschehen sehr souverän. Daniel Steimel hatte in der 62. Minute dann alle Luftspeicher bis zur Oberkante gefüllt und packte einen Sprint aus, der das Eintrittsgeld alleine wert war. Rund 40 Meter dribbelte sich der Außenbahnkönner mit dem Ball durch die halbe Kirchanschöringer Mannschaft und ließ zwei Versuche für taktische bis rustikale Fouls einfach nur ins Leere laufen. Steimel fand bei der Vollendung den Torschützen Akkurt, aber zu gefühlten 70 Prozent gehört der Treffer ihm.

Nach diesem Höhepunkt sah es aus, als bringe Heimstetten seinen dritten Saisonsieg mit überschaubarer Mühe nach Hause. Von den Gästen kam nicht viel und die Schützlinge von Heiko Baumgärtner gerieten so gut wie gar nicht in Gefahr. Aber Heimstetten ist für überraschende Wendungen jederzeit gut und diesmal war es eine negative. In der 80. Minute hatte Kirchanschöring seinen ersten Torschuss der zweiten Halbzeit, der dann auch im Gehäuse einschlug und eine neue Spannung brachte.

Der Treffer zum 2:1 bedeutete ein turbulentes Finale. Dort holten sich die Gäste erst Gelb-rot ab (89.) und verursachten noch einen Foulelfmeter. Den schoss Orhan Akkurt etwas zu frech auf die Tormitte und traf den Fuß des Torwarts. Nach der verpassten Entscheidung musste der SVH noch drei lange Bälle aus dem eigenen Strafraum heraus löffeln, um endgültig den Bock umzustoßen.  

SV Heimstetten – SV Kirchanschöring 2:1 (1:0).

SVH: Krasnic – Hintermaier, Schäffer, Kubina, Giglberger – Duhnke (90.+1 Biersack), Lopes, Steimel, Riglewski – Nappo (83. Paul), Akkurt.

Tore: 1:0 Duhnke (15.), 2:0 Akkurt (63.), 2:1 Schmidhuber (80.).

Gelb-rot: Omelanowsky (89., wiederholtes Foulspiel). Bes. Vorkommnis: Akkurt scheitert mit Foulelfmeter am Torwart (90.+3).

Schiedsrichter: Thomas Berg (Landshut) – Zuschauer: 100.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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