Baumgärtner-Elf spielt nur unentschieden

Heimstetten lässt Federn im Aufstiegskampf

+
Offener Schlagabtausch: Daniel Steimel (l.) wird von einem Pipinsrieder gefoult.

SV Heimstetten - Der SV Heimstetten lässt im Rennen um den Relegationsplatz zwei Punkte liegen. Gegen das Kellerkind Pipinsried kommt der Bayernligist trotz einer frühen Führung nicht über ein 2:2-Remis hinaus.

Genau im richtigen Moment legt Sebastiano Nappo die Kugel auf Orhan Akkurt ab – es ist das Zusammenspiel zweier Kicker, die sich nahezu blind verstehen und zusammen für 34 der 56 Saisontore des SV Heimstetten verantwortlich sind. In dieser 81. Minute im Bayernligaspiel gegen den FC Pipinsried wäre fast Nummer 35 hinzugekommen. Doch Torjäger Akkurt findet seinen Meister in FCP-Keeper Kevin Maschke – wieder einmal.

Diese Szene beim Stand von 2:2 ist sinnbildlich für die Partie, denn bei einer besseren Chancenverwertung hätte Heimstetten gut und gerne sechs Tore markieren können – einerseits. Andrerseits muss man, um das ganze Bild zu sehen, auch noch sechzig Sekunden vorspulen, in die 82. Minute. Da ist es Pipinsrieds Armin Lange, der alleine aufs Tor zustürmt, die Kugel aber über die Latte hämmert. Von einem „offenen Schlagabtausch“ wird sein Trainer, der Ex-Ismaninger Bernd Weiß, später reden – zu recht. Und so steht am Ende einer überaus unterhaltsamen Partie ein verdientes 2:2-Unentschieden.

Dabei sieht es in der Anfangsviertelstunde nach einer klaren Sache für den Favoriten aus: Heimstetten, die bis dato beste Elf der Rückrunde, ist klar überlegen und erzielt nach einer feinen Kombination über Daniel Steimel, Memis Ünver und den Torschützen Lukas Riglewski das 1:0. Vom abstiegsbedrohten FC Pipinsried – seit sechs Spielen sieglos – sieht man derweil nichts, bis zur 16. Minute. Da geraten SVH-Verteidiger Sebastian Müller und Armin Lange im Strafraum aneinander. Der Schiedsrichter blickt fragend zum Assistenten, der eifrig seine Fahne schwenkt – heißt: Elfmeter. „Eine vogelwilde Entscheidung“, ärgert sich Heimstettens Trainer Heiko Baumgärtner. „Das war eine Frechheit.“ Etwas differenzierter sieht das sein Abwehrchef Sebastian Paul: „Der Kontakt war da, aber er macht erst drei Schritte, bevor er fällt – deshalb sieht’s komisch aus. Wenn er gleich fällt, ist das ein klarer Elfer.“

Serge Yohoua lässt sich vom Ärger auf der SVH-Bank jedenfalls nicht irritieren und setzt die Kugel zum 1:1 ins Netz. Und damit nicht genug: Nur acht Minuten später lässt der frühere Drittligaprofi die SVH-Verteidiger Müller und Paul alt – oder besser gesagt: langsam – aussehen und trifft zum 1:2. „Nach dem Gegentor waren wir geschockt“, räumt Baumgärtner ein, der mit der ersten Hälfte seiner Elf generell nicht zufrieden ist. „Da hat mir die Kompaktheit gefehlt.“ Und Sebastian Paul moniert: „Wir waren ein bisschen zu träge und haben uns zu wenig bewegt.“

Dennoch kommen die Gastgeber noch vor der Pause zum Ausgleich: Nach einer klugen Kopfball-Ablage von Akkurt ist es Manuel Duhnke, der aus kurzer Distanz einnetzt. Nach dem Wechsel sehen die Zuschauer dann ein rasantes Spiel mit dicken Chancen auf beiden Seiten. Doch weil allen voran Nappo und Akkurt vor dem Tor schwächeln und ein Kracher von Philip Grahammer nur an die Latte klatscht, bleibt es am Ende bei der gerechten Punkteteilung.

SV Heimstetten – FC Pipinsried 2:2 (2:2)

SVH: Heep, Müller (71. Giglberger), Paul, Huber, Steppan, Steimel, Riglewski (71. Nappo), D. Schmitt, Ünver (87. Kubina), Duhnke, Akkurt.

Tore: 1:0 Riglewski (7.), 1:1 Yohoua (16.; Foulelfmeter), 1:2 Yohoua (24.), 2:2 Duhnke (35.).

Gelb-Rot: Tosic (90.+3).

Schiedsrichter: Jürgen Steckermeier (Altfraunhofen).

Zuschauer: 320.

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Unschöne Szenen: Pummer rastet nach 2:0-Sieg des FCU aus
Unschöne Szenen: Pummer rastet nach 2:0-Sieg des FCU aus
Unterhaching: Bigalke schießt den FC Bayern ab!
Unterhaching: Bigalke schießt den FC Bayern ab!
Nicht trainiert: Torjäger Chaka Ngu’Ewodo fliegt aus SVP-Kader
Nicht trainiert: Torjäger Chaka Ngu’Ewodo fliegt aus SVP-Kader
Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!
Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!

Kommentare