"Pokal war für uns ein Draufzahlgeschäft"

Heimstetten scheitert im Elfmeterschießen

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SVH-Coach Heiko Baumgärtner haderte vor dem Spiel mit der Auslosung.

SV Heimstetten – Sechs Stunden saßen die Bayernliga-Fußballer des SV Heimstetten im Bus und am Ende war der Ertrag nahe Null. Nach einem lebendigen Pokalspiel beim Landesligisten Sturm Hauzenberg setzte es eine 6:7 (0:1, 2:2)-Niederlage im Elfmeterschießen.

Wie so oft in den vergangenen Wochen setzte es für Heimstetten einen frühen Gegentreffer und auch beim 0:2 zur Pause hätte sich der Bayernligist nicht beschweren können. Hauzenberg zeigte ein engagiertes Match und hatte drei gute Möglichkeiten für einen weiteren Treffer. Die Gäste agierten zu pomadig und nahmen den Kampf nicht wirklich an.

In der Pause schien SVH-Trainer Heiko Baumgärtner dann die richtigen Worte gefunden zu haben. Heimstetten war nun der Chef im Ring, brachte die spielerische Überlegenheit zum Tragen und hatte etliche gute Torszenen. Nach einer Hereingabe von Lukas Riglewski gelang Orhan Akkurt auch der verdiente Ausgleich (63.).

In der Folgezeit hatten die Gäste allerbeste Chancen, um schon frühzeitig das Pokalspiel zu entscheiden. Unter anderem brachte Riglewski zweimal frei vor dem Torwart den Ball nicht im Gehäuse unter. In der 75. Minute gingen die Heimstettner dann aber doch in Führung. Sebastiano Nappo krönte eine starke Einzelleistung mit einem Schuss aus 18 Metern. Zu dem Zeitpunkt hätte es eigentlich schon 3:1 oder 4:1 für den Bayernligisten stehen müssen.

120 Sekunden nach der Führung kam Sturm Hauzenberg wieder in die Partie zurück. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld wurde der SVH ausgekontert und konnte den Angriff nur mit einem Foul im Strafraum bremsen. Der Elfmeter war unstrittig und nach diesem 2:2 kämpften die Gastgeber dann auch das Unentschieden über die Zeit.

Im Elfmeterschießen hielten sich beide Mannschaften dann neun Versuche lang schadlos. Bei Hauzenberg trafen alle fünf Schützen und auch die ersten vier Spieler des SV Heimstetten zeigten keine Schwäche vom Punkt. Als dann Clemens Kubina anlief, ahnte der fast zwei Meter große Torwart des Landesligisten die Ecke und brachte die Fingerspitzen an den Ball. „Mit der langen Fahrt nach Hauzenberg war der Pokal für uns ein Draufzahlgeschäft“, grantelte hinterher Trainer Heiko Baumgärtner.

Text: Nico Bauer

FC Sturm Hauzenberg – SV Heimstetten 7:6 n. E. (1:0, 2:2).

SVH: Aigner – Biersack (84. Kopp), Müller (46. Riglewski), Wellmann, Kubina – Paul, De La Motte, Steimel (69. Hintermaier), Lopes – Nappo, Akkurt.

Tore: 1:0 Schätzl (6.), 1:1 Akkurt (63.), 1:2 Nappo (75.), 2:2 Starkl (77., Foulelfmeter) – Elfmeterschießen: 3:2 Ködelseder, 3:3 Wellmann, 4:3 Zillner, 4:4 Akkurt, 5:4 Starkl, 5:5 Nappo, 6:5 Sigl, 6:6 Riglewski, 7:6 Marold, Kubina scheitert am Torwart.

Schiedsrichter: Michael Freund (Perlesreut) –  Zuschauer: 180.

Quelle: fussball-vorort.de

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