Start in die Bayernligasaison

Heimstetten-Trainer Baumgärtner: "Wir wollen ganz oben mitspielen"

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Heiko Baumgärtner geht selbstbewusst in die Saison

SV Heimstetten - SVH gibt sich vor dem Saisonstart selbstbewusst und will an vergangene Leistungen anknüpfen

Bei all dem Trubel rund um das spannende Saisonfinale, die Suche des SV Pullach nach einer neuen Spielstätte und den Aufstiegsverzichten des SVP und des FC Unterföhring ist eines in der Bayernliga Süd fast unbeachtet geblieben: Der SV Heimstetten, der bis kurz vor Schluss um die Relegation spielte, ist im Endklassement nur auf Rang sechs gelandet. Und was noch schmerzlicher ist: Im Landkreis rutscht der SVH – zuletzt lange Jahre die Nummer zwei hinter Unterhaching – auf Platz fünf ab, noch hinter dem Regionalliga-Aufsteiger aus Garching, Vizemeister Pullach und dem Fünften aus Unterföhring.

Für die stolzen Heimstettner und ihre Fans ist dies eine bittere Degradierung. Und als wäre das nicht genug, hat sich im Juni auch noch Sebastiano Nappo und damit der wohl talentierteste Spieler ausgerechnet in Richtung Garching verabschiedet. Inzwischen ist der 20-Jährige zwar wie gestern berichtet zurückgekehrt – und doch geht es für den SVH in dieser Saison auch darum, die Kräfteverhältnisse im Landkreis wieder zurechtzurücken.

Das freilich wird nicht ganz einfach, denn Pullach und Unterföhring zählen für Heiko Baumgärtner zu den Anwärtern auf die Meisterschaft. Und auch den Neuling FC Ismaning dürfe man nicht unterschätzen, mahnt der Trainer. „Die haben einen starken Kader, das ist kein gewöhnlicher Aufsteiger.“ Wobei man sich beim SVH vor dem Saisonstart beim TSV Kottern am Samstag (16 Uhr) durchaus selbstbewusst gibt: „Wir wollen ganz oben mitspielen, das heißt für mich unter die besten Drei“, sagt Manager Michael Matejka. Denn: „Unser Kader ist gut und qualitativ besser als in der letzten Saison.“

Schließlich hat – nach Nappos Rolle rückwärts – nur eine Stammkraft den SVH verlassen: Michael Steppan ist zum Bezirksligisten TSV Ebersberg gewechselt, wo sein Vater Trainer ist. Darüber hinaus versuchen Sturmtalent Malcom Olwa-Luta sowie die Ergänzungsspieler Alexander Heep, Ali Kartal und Sandro Wolfinger ihr Glück bei neuen Klubs. Demgegenüber stehen immerhin neun Zugänge, von denen am Samstag voraussichtlich zwei in der Startelf stehen werden. Zum einen Daniel Wellmann, ein torgefährlicher Abwehrspieler, der aus Baden-Württemberg vom FC Wangen gekommen ist. Zum anderen Ex-Profi Maximilian Riedmüller, der nach einer glücklosen Saison beim Drittligisten Holstein Kiel und einem halben Jahr ohne Verein wieder in München lebt.

Der neue Torwart sollte sich mit Marijan Krasnic um die Nummer eins rangeln, doch der Stammkeeper der Vorsaison hat sich in der Vorbereitung einen Bänderriss zugezogen und fällt daher aus. Ebenfalls am Samstag nicht mit dabei sind Simon Huber und Zugang Kevin Staudigl; beide werden wegen Knieverletzungen noch länger außer Gefecht gesetzt sein. Und dann ist da noch Memis Ünver, der sich eine Woche vor dem Auftakt „einen Totalschaden“ im Knie zugezogen hat, sagt Matejka. Heißt: Kreuzbandriss, Innenbandriss, Meniskus kaputt. „Er wird diese Saison wohl gar nicht spielen“.

Als weitere Zugänge hat der SVH die jungen Christian Biersack und Christos Chasiotis geholt sowie Denis Teschke aus Fürstenfeldbruck, Alexander Osterried aus Sonthofen sowie als dritten Torhüter Fabian Doubek, der wie Wellmann vom FC Wangen kommt. Als Alternative im Sturm ist zudem Louis Engelbrecht vorgesehen: Der Angreifer ist nach München gezogen und hat zuletzt bei BSG Chemie Leipzig in der Sachsenliga gespielt.

 

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Paul, Wellmann, Kubina, Hintermaier, De La Motte, D. Schmitt, Duhnke, Steimel, Riglewski, Akkurt.

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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