Bollwerk Sonthofen

Heimstetten verliert Anschluss im Aufstiegsrennen

+
Heiko Baumgärtner hat starke Testspielgegner für den SV Heimstetten ausgesucht.

Ein Satz und eine Zahl reichen aus, um das Spitzenspiel der Bayernliga Süd zwischen dem SV Heimstetten und dem FC Sonthofen hinlänglich zu beschreiben.

Der Satz stammt von SVH-Trainer Heiko Baumgärtner, der hinterher konstatiert: „Es war ein typisches Sonthofen-Spiel.“ Was einen direkt zu der Zahl 28 bringt: Gerade mal so wenige Treffer hatten die Allgäuer in den 30 Partien vor diesem Duell kassiert. Und auch danach steht diese Zahl wie in Stein gemeißelt.Mit 0:2 verliert der SVH, „weil wir uns am Bollwerk Sonthofen die Zähne ausgebissen haben“, sagt Baumgärtner, der einräumt: „Es war ein verdienter Sieg.“ Und ein wichtiger für den FCS, der dadurch auf den dritten Tabellenplatz klettert, der Stand jetzt zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigt. Die Heimstettner hingegen, die sich ebenfalls noch Hoffnungen machen, rutschen durch die Pleite auf Rang fünf ab. „Das Blatt hat sich gewendet“, bedauert der Trainer. „Jetzt haben wir es nicht mehr selbst in der Hand.“Wobei es in der ersten Hälfte lange so aussieht, als sollte dieses Spitzenspiel zu einer drögen 0:0-Veranstaltung werden. „Beide Mannschaften haben sich im Mittelfeld neutralisiert“, berichtet Baumgärtner. „Es gab nur eine richtige Chance.“ Doch die nutzen die Sonthofener eiskalt. Nachdem Maximilian Hintermaier die Kugel soeben noch von der Torauslinie gekratzt hat, landet der Ball bei einem Allgäuer, der ihn blitzschnell in die Spitze zu Florian Makoru bringt. Dort überwindet der Stürmer Alexander Heep, der erneut den verletzten Marijan Krasnic im SVH-Tor vertritt, und erzielt so das 0:1 (31.).„Wir haben in der ersten Halbzeit gespielt, als wäre die Handbremse drin“, kritisiert Baumgärtner. Erst nach der Pause sei seine Elf besser ins Spiel gekommen, habe den Gegner eingeschnürt und sich „siebzig bis achtzig Prozent Ballbesitz“ erarbeitet – aber kaum Chancen. Die einzige dicke Möglichkeit hat Orhan Akkurt, nachdem er von Dominik Schmitt und Sebastiano Nappo freigespielt wird. Doch der Torjäger erwischt die Kugel nicht richtig, sodass Sonthofens Torhüter sie noch um den Pfosten lenken kann.Auf der anderen Seite scheitern die Platzherren bei einer guten Konterchance an Heep, ehe ein zweiter Gegenstoß in der 78. Minute für die Vorentscheidung sorgt – das 0.2 markiert Sezer Yazir. Zwar stellt Heimstetten danach in der Abwehr auf eine Dreier-Kette um und wirft mit den eingewechselten Offensivkräften Lukas Riglewski und Malcom Olwa-Luta alles nach vorne. Doch ernsthaft in Bedrängnis gerät die formidable Hintermannschaft des FCS zu keinem Zeitpunkt, sodass es letztlich beim 0:2 bleibt.„Sonthofen hat brutal gut verteidigt und seine Chancen eiskalt genutzt“, sagt Baumgärtner anerkennend. Seine Elf muss nun am Samstag das nächste Spitzenspiel gegen Rosenheim gewinnen, sofern sie noch mal ins Aufstiegsrennen eingreifen will, sagt Baumgärtner. „Wenn wir noch ein Wörtchen mitreden wollen, dann brauchen wir drei Siege aus den letzten drei Spielen.“    Patrik Stäbler1. FC Sonthofen – SV Heimstetten 2:0 (1:0)SVH: Heep, Paul, De La Motte, Hintermaier (83. Olwa-Luta), Steppan (83. Giglberger), Steimel, Nappo, D. Schmitt, Ünver (70. Riglewski), Duhnke, Akkurt.Tore: 1:0 Makoru (31.), 2:0 Yazir (78.).Schiedsrichter: Markus Hertlein (TSV Dinkelsbühl) – Zuschauer: 310.

 

 

Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!
Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!
Eching verkauft sich in Deisenhofen lange Zeit teuer
Eching verkauft sich in Deisenhofen lange Zeit teuer
Dreier gegen Hertha: Madars Treffer erlöst Fürstenfeldbruck
Dreier gegen Hertha: Madars Treffer erlöst Fürstenfeldbruck
Unterföhring gelingt in Heimstetten die Revanche
Unterföhring gelingt in Heimstetten die Revanche

Kommentare