Pullach erwartet Pipinsried

"Herr Schmöller weiß, wie er uns richtig heißmacht"

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In Topform: SVP-Offensivspieler Menelik Ngu’Ewodo trifft derzeit, wie er will.

SV Pullach - Zum Heimspiel gegen den FC Pipinsried (Samstag, 15 Uhr) muss Bayernliga-Spitzenreiter SV Pullach ohne den verletzten Tim Sulmer antreten. Trainer Frank Schmöller zeigt aber absolutes Vertrauen in die Breite seines Kaders.

Es passierte in der Nachspielzeit des Bayernliga-Derbys beim SV Heimstetten: Tim Sulmer wurde von Sebastian Paul (der dafür Gelb-Rot sah) gefoult, fiel unglücklich auf den Arm und musste wenige Tage später die böse, vorläufige Diagnose erfahren: Verdacht auf Schultereckgelenksprengung, vermutlich ist auch noch ein Band betroffen. „Wir warten noch eine genauere Untersuchung ab, aber am Wochenende rechne ich auf keinen Fall mit ihm. Wahrscheinlich fällt er sogar vier bis sechs Wochen aus“, berichtet Coach Frank Schmöller über den meist von Beginn an gesetzten Offensivmann und fügt bedauernd hinzu: „Schade, er war gerade richtig gut in Form.“

Sulmers Ausfall ist eine Schwächung, zweifellos. Allerdings hat Schmöller drei Tage nach dem Heimstetten-Spiel die Zuversicht, dass sich dieser ganz gut kompensieren lässt. Ausgerechnet das Pokal-Aus mit der 1:3-Niederlage beim Liga-Konkurrenten TSV Rain stimmt ihn hoffnungsfroh. Dort bekamen fast ausschließlich Akteure ihre Chance, die kaum in der Anfangsformation gestanden hatten. „Jeder einzelne hat das gut gemacht. Es hat mich in der Meinung bestätigt, dass wir einen sehr guten Kader von 20 Mann haben und dass ich jeden bringen kann, wenn er in eine starke Gemeinschaft kommt“, so der Coach.

Und die Stammelf des Tabellenführers ist so eine starke Gemeinschaft, die auch die Schwächen der Nachrücker von der Bank auffangen kann. „Was noch fehlt, ist die körperliche Stabilität und die Überzeugung, dass ich dem Gegner im Sprint weglaufe“, sagt Schmöller und stellt damit klar, wo Verbesserungsbedarf beim einen oder anderen besteht. Als Beispiel nennt er Sean Erten, der nicht gerade als Muskelpaket gilt: „Aus ihm mache ich keinen Boateng mehr, aber er muss sich im Zweikampf geschickter verhalten, den Körper zwischen Ball und Gegner bringen, wenn ein 1,85-Meter-Mann auf ihn zuläuft. Dann bekommt er auch den Freistoß.“

Schmöller ist froh, Erten und Co. in Rain diesen Test unter Wettkampfbedingungen geboten zu haben: „Es war für alle Beteiligten eine sehr gute Schule gegen eine starke Bayernligamannschaft. Ich habe meine Erkenntnisse daraus gezogen, und wenn die Spieler das auch tun, dann war das ein ganz wertvolles Spiel.“

Das sollte sich am besten schon gegen die mit namhaften Spielern runderneuerten, aber schwach gestarteten Pipinsrieder auszahlen. „Spielerisch soll Pipinsried zuletzt ganz gut gewesen sein. Aber alles andere wäre ja auch ein Wunder, schließlich sind viele Leute mit Regionalliga-Qualität dabei“, so Schmöller. Er fordert eine Steigerung von seiner Mannschaft, „vor allem im defensiven Zweikampfverhalten. Das muss aggressiver werden, und es muss sich die Überzeugung durchsetzen, dass der entscheidende defensive Zweikampf auch schon 40 Meter vor dem eigenen Tor bestritten werden kann.“   

SV Pullach: Hofmann, Purschke, Leugner, Benede, Meißner , Hutterer, Häfele, Beierkuhnlein, Roth, Erten, Ngu’Ewodo.

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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