Abschied nach fünf Jahren

Höferth wechselt vom BCF nach Holzkirchen

+
Der Vize-Kapitän geht von Bord: Marco Höferth (re.), fünf Jahre lang absoluter Leistungsträger des BCF Wolfratshausen, wechselt eine Liga tiefer zum TuS Holzkirchen.

BCF Wolfratshausen - Kapitaler Substanzverlust für den BCF Wolfratshausen: Kurz vor Beginn der Sommervorbereitung hat Vizekapitän Marco Höferth seinen Wechsel zum Landesligisten TuS Holzkirchen bekannt gegeben.

„Sehr überrascht“ war nach eigenen Angaben Klaus Brand, als Höferth den BCF Wolfratshausen von seiner Entscheidung in Kenntnis setzte. Diplomatisch ausgedrückt. In Wirklichkeit schwang beim Sportlichen Leiter des Bayernligisten Enttäuschung mit. Verständlich, denn der Abgang Höferth ist ein Rückschlag in der Kaderplanung.

In Wolfratshausen rechnete man fest mit der Zusage des dynamischen Unterfrankens, ehemaligen FC Bayern II- und U 18-Nationalspielers. Zwei telefonischen Besprechungen mit Patrick Peltram, Farchets neuem Cheftrainer, und Brand selbst folgte ein persönliches Treffen. „Ein gutes langes Gespräch“, meint der Manager rückblickend. Und das mit einer klaren Tendenz – zumindest aus der subjektiven Warte des Vereins. Brands „gutes Gefühl“, dass sich Höferth weiter für den BCF entscheiden würde, stellte sich letztlich als Trugschluss heraus. Nur einen Tag nach einem Treffen mit Peltram schloss der 28-Jährige das Kapitel Wolfratshausen nach fünf Jahren und 115 Spielen mit 28 Toren via Telefon.

Das Bedauern über den Abgang ist die eine Sache. Dass aber Landesligist TuS Holzkirchen Höferths neuer Arbeitgeber ist, verwundert Brand indes erheblich. Er wäre von einem Wechsel zu einem Bayernliga-Konkurrenten ausgegangen, bei dem der Wertheimer „vorne mitspielen“ könne. Doch weit gefehlt: Höferth schnürt künftig die Fußballstiefel eine Spielklasse tiefer. Pikanter Weise bei jenem Verein, dem er im Relegations-Rückspiel vor zwei Jahren mit einem Treffer und einer Vorlage den Zutritt zur Bayernliga verwehrte. Was Brand zu der Mutmaßung veranlasst, dass „letztlich das Finanzielle den Ausschlag“ gegeben habe. Insofern eine interessante These, als Höferth beim BCF in der Geldrangliste stets ganz vorne eingereiht war.

Tatsächlich macht der Fitness-Kaufmann, der in München wohnt und arbeitet, allein sportliche Gründe geltend. Er wolle nunmehr „Teil des Projektes“ sein, das in Holzkirchen gestartet wurde. Konkret: Vorne mitspielen und mittelfristig die Bayernliga erreichen. Der TuS habe sich seit der Ausscheidung 2014 um ihn bemüht, der Kontakt sei nie abgerissen. Jetzt nach Abklingen der jüngsten Langzeit-Verletzung – Höferth brach sich im Februar den Schienbeinkopf – sei es an der Zeit für eine „neue Herausforderung“. Der Linksfuß betont, dass es „keine Entscheidung gegen Wolfratshausen“ gewesen sei. Die guten Gespräche mit Peltram und Brand bestätigt der 28-Jährige. Letztlich habe die Art, wie TuS-Trainer Gediminas Sugzda Fußball spielen lassen möchte, in Verbindung mit der ihm angedachten Position im zentralen Mittelfeld, den Ausschlag gegeben.

Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!
Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!
Unterföhring gelingt in Heimstetten die Revanche
Unterföhring gelingt in Heimstetten die Revanche
Eching verkauft sich in Deisenhofen lange Zeit teuer
Eching verkauft sich in Deisenhofen lange Zeit teuer
Dreier gegen Hertha: Madars Treffer erlöst Fürstenfeldbruck
Dreier gegen Hertha: Madars Treffer erlöst Fürstenfeldbruck

Kommentare