VfR hat keine Angst vor großen Namen

VfR hofft auf Zuschauerrekord gegen kleine Löwen

+
Eine gute Partie wie gegen Ingolstadts Reserve erwartet Garchings Trainer von Giovanni Goia und der Mannschaft.

VfR Garching - Diesmal soll die magische Grenze von 1000 zahlenden Zuschauern geknackt werden. Mit bravourösen Auftritten und zwei begeisternden Siegen hat der Regionalliga-Aufsteiger VfR Garching viel Werbung gemacht vor dem Derby gegen den TSV 1860 München II.

Die Chancen stehen gut, dass die 950 zahlenden Zuschauer des 1860-Spiels beim ersten Regionalliga-Anlauf der Garchinger diesmal übertroffen werden.

Die Profis der Löwen starten erst am Sonntag in die 2. Bundesliga, und aufgelöste Ultra-Gruppierungen des Giesinger Traditionsvereins wollen sich mehr Auswärtsfahrten mit der zweiten Mannschaft widmen. VfR-Trainer Daniel Weber spekuliert aber nicht nur auf die Fans des Gegners: „Nach unseren letzten Spielen erwarte ich auch 600 Zuschauer, die wegen Garching ins Stadion kommen.“

Bei der unglücklichen 1:2-Niederlage in Bayreuth sah Weber „eines der besten Spiel, das ich je vom VfR Garching gesehen habe“. Ab der 10. Minute habe seine Mannschaft das Spiel bestimmt und selbst die Klasse-Partie beim 3:1 gegen den FC Ingolstadt II noch einmal getoppt.

Weber stellt sehr zufrieden fest, dass seine Mannschaft nach vier Spieltagen schon verinnerlicht habe, mit welcher Intensität in der Regionalliga gespielt werden muss, um Gegner zu beeindrucken, Überraschungsmomente zu kreieren und keine Probleme mit den Schiedsrichtern zu bekommen. Der Trainer erinnert sich gut an die 0:5-Lehrstunde im Testspiel gegen den TSV 1860 II vor gut einem Monat: „Da waren wir einfach noch nicht so weit.“

Allerdings stehen die Chancen hoch, dass diesmal Trainer Daniel Bierofka mit einem ganz anderen Löwenaufgebot nach Garching fährt. Nach dem jüngsten Kaufrausch des TSV 1860 besteht der Profikader aus rund 30 Spielern, von denen nicht alle mit zum Zweitligaspiel nach Fürth fahren. Weber rechnet mit großen Namen im Derby: „Ich bin gespannt, was bei den Löwen von oben runter kommt. Bei der räumlichen Nähe zu Garching könnte das viel sein.“ Das wiederum könnte aber bedeuten, dass die Gäste nicht ganz so eingespielt sind und Profis oftmals bei Gastspielen in der Reserve wenig Lust auf Abwehrarbeit haben. Garchings Trainer erwartet beim Gegner Schwachpunkte im Defensivverhalten und will, wie in den ersten beiden Heimspielen, gnadenlos in diese Abwehrlöcher hineinstürmen.

Die Fans im Seestadion können sich weiter auf einen frechen Aufsteiger freuen – ohne Angst vor großen Namen.

Aufstellung: Maus – Baki, Mayer, M. Niebauer, Suck – F. de Prato, Wenninger – Staudigl, D. Niebauer, Goia – Eisgruber.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Pipinsried holt Manchings Top-Torjäger
Pipinsried holt Manchings Top-Torjäger
Sulmer bekennt sich zum SV Pullach
Sulmer bekennt sich zum SV Pullach
Kupka und sein Kampf für den Amateurfußball
Kupka und sein Kampf für den Amateurfußball
Hürzeler: "Würde Höß gerne seinen Traum erfüllen"
Hürzeler: "Würde Höß gerne seinen Traum erfüllen"

Kommentare