"Schließt eine Tür, öffnet sich eine andere"

Hürzeler exklusiv! Jetzt spricht der Löwe über seinen Job bei Pipinsried

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Fabian Hürzeler ist in der nächsten Saison für den FC Pipinsried am Ball.

FC Pipinsried - Fabian Hürzeler wird neuer Coach beim FC Pipinsried. Fussball Vorort hat den aktuellen Löwenspieler für sein erstes Interview erreicht. Der 23-Jährige freut sich schon auf seinen zukünftigen Verein.

Wie ist der Kontakt mit Pipinsried zustande gekommen?

Konny Höß kennt einen Freund von mir. Dieser wurde im Winter von Höß gefragt, ob er jemanden kennt, der Spielertrainer machen will oder könnte. 

Was reizt dich an der Aufgabe Spielertrainer zu sein?

Ich habe schon viel erlebt und diese Erfahrung will ich weitergeben. Man wächst an seinen Aufgaben und ich will Verantwortung übernehmen. Ich bin zwar jung, aber das ist auch nicht schlimm. Man sieht es an Julian Nagelsmann, der ist 28 Jahre alt und trainiert einen Bundesligisten.

Warum Pipinsried und nicht weiter auf mindestens Regionalliga-Niveau?

Das war auf jeden Fall eine Option. Ich hätte bei 1860 verlängern oder woanders hingehen können. Aber ich habe mir aber eine kleine Firma aufgebaut. Ich kann nicht mehr zweimal am Tag trainieren. Nebenbei studiere ich auch noch. Man muss auch an die Zeit nach der Karriere denken. Die Bayernliga ist außerdem keine schlechte Liga. Dort wird auch guter Fußball gespielt. Im Fußball kann alles passieren. Man sieht das an Jamie Vardy. Er war in der achten Liga und ist jetzt Englischer Meister.

Was sind deine Ziele mit Pipinsried?

Aktuell spielt Pipinsried gegen den Abstieg. Ich will nicht gleich sagen: Wir steigen auf. Ich will eine gute Mannschaft zusammenstellen und die Jungs besser machen. Wir schauen von Spiel zu Spiel.

1860 II spielt am Freitag in Buchbach. Schaust du dir das Match von Pipinsried am Samstag daheim gegen Hankofen an?

Ich habe mir ja auch schon einmal ein Spiel angeschaut und mich über jedes andere Spiel informiert. Am Samstag will ich schon gerne zuschauen.

Was passiert bei dem Worst-Case-Szenario: Abstieg in die Landesliga?

Dann müssen wir uns noch einmal zusammensetzen. Aber ich bin von der Qualität der Mannschaft überzeugt und ich glaube nicht, dass sie absteigen werden. Natürlich hat man das im Hinterkopf, aber ich kann mir das einfach nicht vorstellen.

Zu dir persönlich: Warum hat es bei dir nicht für den großen Sprung nicht gereicht?

Viele gescheiterte Fußballer reden immer im Konjunktiv: hätte, wenn und aber. Ich sage das nicht. Der Vergangenheit trauere ich nicht nach. Vielleicht hat es vom Kopf her nicht gereicht, vielleicht war ich nicht der geborene Fußballer. Ich sehe es eher so: Schließt sich die eine Tür, öffnet sich eine andere. 

Dein Coach Daniel Bierofka hat es geschafft, dass die Löwen zweitklassig bleiben. Was sagst du dazu? 

Ich dachte mir gleich, dass er es schafft. Er hat immer eine klare Linie. Er ist ein ehrgeiziger und zielstrebiger Trainer, der immer Spiele gewinnen will. Sogar manchmal im Training, wenn er mitgespielt und verloren hat, war er anschließend sauer. Er wird seinen Weg als Trainer gehen.

 

Text: Andreas Knobloch

Quelle: fussball-vorort.de

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