Bayernliga Süd

FC Pipinsried: Vom Hurra-Fußball zum kontrollierten Spielaufbau

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Starker Neuzugang: Ünal Tosun war im Heimspiel gegen Rain gleich einer der Besten im Team des FC Pipinsried.

FC Pipinsried - Folgt dem vierten nun auch gleich fünfte Sieg in Folge? Diese Frage beantwortet der Fußball-Bayernligist FC Pipinsried am Samstag um 15 Uhr, denn dann tritt die Mannschaft von Trainer Fabian Hürzeler beim FC Gundelfingen an.

Nachdem beim Topteam aus dem Dachauer Hinterland im Sommer die Mannschaft komplett neu zusammengestellt worden ist, scheinen nun die Automatismen zu greifen.Durch den überzeugenden Sieg am vergangenen Wochenende gegen den TSV Rain hat sich der FC Pipinsried auf Rang acht verbessert, mit nunmehr 17 Punkten hat der FCP Kontakt zur Spitzengruppe aufgenommen. Nicht so rosig ist die Lage beim FC Gundelfingen, der Tabellenfünfzehnte steht mit neun Punkten auf einem Abstiegsrang.Von der Papierform eine klare Sache, sollte man meinen. „Wir werden uns nicht von der Tabelle blenden lassen. Es wird sicherlich ein schwerer Gang, aber wir werden konzentriert zu Werke gehen“, verspricht FC-Manager Roman Plesche.Bei einem unter Zugzwang stehenden Kontrahenten zu spielen ist von Hause aus nicht einfach, doch eines macht die Aufgabe für den FC Pipinsried doppelt schwer: Der FC Gundelfingen hat unter der Woche seinen Trainer Francisco Copado verloren. Der Ex-Profi, der unter anderem bei Eintracht Frankfurt stets eine feine Klinge geführt hat, nutzte die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, die es ihm erlaubte, bei einem Angebot eines höherklassigen Vereins den FC Gundelfingen noch vor der Winterpause zu verlassen. Copado steht bereits beim hessischen Regionalligisten Teutonia Watzenborn-Steinberg an der Linie.„Nun werden sich die Spieler doppelt anstrengen, um ihrem Ex-Trainer zu beweisen, dass es ein Fehler war, sie zu verlassen. Zudem muss sich nun jeder Spieler beim neuen Trainer beweisen. Gundelfingen wird hoch motiviert sein. Das macht die Sache für uns nicht einfacher“, so Plesche.Anstelle von Copado wird bis zur Winterpause der sportliche Leiter Stefan Kerle das Amt des Übungsleiters übernehmen.Auch in Gundelfingen werden Marco Krammel und Atdhedon Lushi dem FC Pipinsried nicht zur Verfügung stehen, beide sind verletzt, zudem weilt Philip Grahammer noch im Urlaub. Die beiden Stürmer Serge Yohoua und Almir Hasanovic sind zwar angeschlagen, sollten die Fahrt ins Schwäbische aber antreten können.Mit Ünal Tosun hat der FC Pipinsried kurz vor Ablauf der Wechselfrist einen Hochkaräter fürs defensive Mittelfeld an Land ziehen können. Zusammen mit Spielertrainer Fabian Hürzeler räumte der aus Regensburg gekommene Tosun schon gegen Rain mächtig ab. „Das hat schon ganz gut mit ihm geklappt“, freute sich FC-Manager Roman Plesche. In der Tat zeigte Tosun eine insgesamt gute Leistung, er deutete mit ein paar Zuckerpässen an, dass er nicht nur abräumen sondern auch Impulse für das Offensivspiel seiner Mannschaft geben kann.Pipinsrieds Coach Fabian Hürzeler ist von seinem Hurra-Fußball, den er zu Beginn der Saison spielen ließ, abgewichen. Da sein Team nun etwas defensiver steht, den Ballbesitz aber weiter forciert, wird es für jeden Gegner schwer, den FC Pipinsried zu schlagen.„Dass wir Zeit brauchen würden, war uns allen klar. Aber langsam wird es immer besser mit dem Zusammenspiel“, freut sich der junge Pipinsrieder Spielertrainer.

Text: Bruno Haelke

Quelle: fussball-vorort.de

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