Pullachs Standortbestimmung

Ismaning gegen Pullach: Schmöller trifft auf seinen Kumpel Muriqi

+
Einst noch zusammen auf der Bank, nun gegeneinander: Frank Schmöller (rechts) trifft auf Xhevat Muriqi.

SV Pullach - Nur elf Tage nach dem Pokal-Duell dieser beiden Teams empfängt der FC Ismaning heute (18.30 Uhr) den SV Pullach zum Bayernliga-Derby.

Die Auseinandersetzung in der Toto-Cup-Qualifikation konnte der SVP zuhause mit 2:0 für sich entscheiden. Trotz dieses Resultats bestätigte der Aufsteiger aus Ismaning schon in diesem Spiel die Einschätzung von Pullachs Trainer Frank Schmöller: „Die werden sicher eine sehr gute Rolle in der Bayernliga spielen.“

Zum Bayernliga-Start unterstrich der FCI dann noch einmal seine Qualität durch einen hoch verdienten 2:1-Erfolg im Nachbarschaftsduell beim FC Unterföhring. Coach Xhevat Muriqi, der in Ismaning drei Jahre Schmöllers Co-Trainer war und diesem noch freundschaftlich verbunden ist, meinte anschließend mit Blick auf den Ligaverbleib: „Jetzt brauchen wir noch 37 Punkte.“ Eine Aussage, die nichts mit dem Leistungsvermögen der Muriqi-Truppe zu tun habe, wie Schmöller klarstellt: „Sie kokettieren ein bisschen damit, dass sie als Aufsteiger um den Klassenerhalt spielen. Aber der Sieg in Unterföhring, bei einer Mannschaft, die oben mitmischen will, hat gezeigt, dass das wirklich nur ein Kokettieren ist.“

In der Tat sieht der Ismaninger Kader eher so aus, als sei das Team aus der Regionalliga und nicht aus der Landesliga neu zur Bayernliga Süd gestoßen. Nur ein Spieler der Startelf von Unterföhring hat noch nicht höherklassig gespielt, einige Akteure ragen besonders heraus. So Mijo Stijepic, der mittlerweile 37-jährige ewige Torjäger der gehobenen Amateurligen, der auch Muriqis Co-Trainer ist. Und natürlich die komplette Zentrale mit Tobias Killer (14 Drittliga-Einsätze für die SpVgg Unterhaching), Bastian Fischer (68 Regionalliga-Spiele für den FC Bayern II), Alexander Buch (vier Zweitliga-Partien für den FC Ingolstadt sowie zahlreiche Drittliga-Auftritte für den SV Elversberg, Jahn Regensburg und Haching) und Kapitän Maximilian Siebald (lief für die Hachinger auch schon zweimal in der 3. Liga auf). „Wir müssen deren Mittelfeld in den Griff kriegen“, sagt Schmöller, um im selben Atemzug selbstbew

usst zu betonen: „Aber das müssen sie mit unserem Mittelfeld auch schaffen.“Kein Zweifel: Der 3:0-Auftaktsieg gegen den TSV Schwabmünchen hat den Raben den Rücken gestärkt, auch, weil der Abschied von Kapitän Richard Heckel nach neun Jahren durch Michael Hutterer offenbar gut kompensiert wurde. „Michael ist ein Straßenfußballer, der Richy auf dessen Position praktisch eins-zu-eins ersetzen kann. Deshalb haben wir ihn auch geholt“, lobt Schmöller den Neuzugang vom TSV 1865 Dachau. Der Coach war aber auch allgemein mit dem Auftritt gegen Schwabmünchen ganz zufrieden, bis auf Kleinigkeiten sieht er seine Mannschaft für die heutige schwere Aufgabe gerüstet: „Wir müssen nicht so viel anders machen. Vielleicht den einen oder anderen kleinen Fehler vermeiden, etwas mehr Ruhe am Ball haben. Aber sonst sah das schon ganz gut aus.“ Zwar denkt Schmöller über kleine Änderungen in der Startelf nach, aber, wie er betont, „sicher nicht wegen der Leistung, sondern vielleicht aus taktischen Gründen.“

SV Pullach: Hofmann – Purschke, Leugner, Benede, Beierkuhnlein, Bauer, Hutterer, Häfele, Sulmer, Ngu’Ewodo, Roth

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Pipinsried holt Manchings Top-Torjäger
Pipinsried holt Manchings Top-Torjäger
Sulmer bekennt sich zum SV Pullach
Sulmer bekennt sich zum SV Pullach

Kommentare